Ukraine
Experten fürchten über 100 Tote bei Grubenunglück

Nach der schweren Grubengasexplosion in der Ostukraine rechnen Experten mit bis zu 100 toten Bergleuten unter Tage. Die Industrie-Aufsichtsbehörde des Landes hat kaum noch Hoffnung, dass die etwa 35 noch vermissten Arbeiter überlebt haben.

HB KIEW. Die Zahl der Toten lag in der Nacht offiziell bei 65. Es zeichnet sich damit die schwerste Grubenexplosion in der Ukraine seit Jahrzehnten ab.

Rettungskräfte wollten das in mehr als 1 000 Metern Tiefe ausgebrochene Feuer am Montagmorgen löschen. Am Montag begann eine dreitägige Trauer im Kohlerevier der Ukraine. Auch Präsident Viktor Juschtschenko wurde im Tagesverlauf in der betroffenen Bergbaumetropole Donezk erwartet.

Die Methangas-Explosion hatte sich am Sonntagmorgen in der Schachtanlage Sassjadko ereignet. Mehr als 350 Arbeiter wurden dem Zivilschutz zufolge gerettet. Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich 457 Bergleute unter Tage auf.

In dem Bergwerk, das zu den größten der Ukraine gehört, hatten sich bereits in der Vergangenheit schwere Grubenunglücke ereignet. Die ukrainischen Kohleminen gehören zu den gefährlichsten weltweit. Vielerorts wird in Tiefen um 1 000 Meter bei hohen Grubengaskonzentrationen gefördert. Hauptursachen für Unfälle sind oft die veraltete Technik sowie Verstöße gegen Sicherheitsregeln.

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