Ukraine
Mindestens 19 Tote bei Wohnhaus-Explosion

In der Ukraine sind mindestens 19 Menschen bei der Explosion eines Wohnhauses umgekommen. 21 Bewohner wurden aus dem fünfstöckigen Gebäude in Jewpatoria auf der Halbinsel Krim gerettet, 24 Menschen wurden noch vermisst, teilte das Zivilschutzministerium am Donnerstag mit.

HB JEWPATORIA. Die Ursache der Explosion war zunächst unbekannt. Es könnte sich aber um eine Gasexplosion handeln, da möglicherweise Behälter mit Sauerstoff oder dem Schweißgas Azetylen in dem Gebäude gelagert worden seien, sagte ein Ministeriumssprecher.

Einige Etagen des Gebäudes waren eingestürzt, in der Fassade klaffte ein großes Loch. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt suchten rund 700 Helfer mit schwerem Räumgerät in den Trümmern nach Überlebenden. Von Zeit zu Zeit verharrten sie still, um Handyklingeln in den Trümmern zu orten. Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und Präsident Viktor Juschtschenko machten sich vor Ort ein Bild von der Lage. Juschtschenko rief für Freitag eine eintägige Staatstrauer aus. Timoschenko versprach den Familien der Opfer rasche Hilfe. Bis zum orthodoxen Weihnachtsfest am 7. Januar sollten alle Betroffenen in neuen Wohnungen untergebracht sein. In ehemaligen Sowjetrepubliken wie der Ukraine kommt es im Winter immer wieder zu Gasexplosionen, weil die Bewohner in den oftmals heruntergekommen Häusern mit zusätzlichen Gasbehältern heizen.

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