Umfrage
Jeder dritte Berliner findet Mauer nicht falsch

Vor 50 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut, um die Abwanderung von Arbeitskräften aus der DDR zu verhindern. Auch heute das findet jeder dritte Berliner richtig.
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BerlinDen Bau der Berliner Mauer vor 50 Jahren hält ein gutes Drittel der Berliner nach einer Umfrage nicht für falsch. Die Forsa-Erhebung im Auftrag der „Berliner Zeitung“ (Mittwoch) ergab, das 10 Prozent der Befragten den Mauerbau „voll und ganz richtig“ finden, weitere 25 Prozent teilweise für richtig. Forsa hatte gefragt, ob es aus damaliger Sicht richtig gewesen sei, am 13. August 1961 die Mauer zu bauen, um die Massenabwanderung von Fachkräften aus der DDR zu stoppen und die DDR zu stabilisieren.

Besonders weit verbreitet ist die Verteidigung der Mauer unter früheren Ost-Berlinern, nur 41 Prozent halten sie für falsch. Dagegen lehnen 69 Prozent der früheren West-Berliner und 75 Prozent der seit 1990 zugezogenen Hauptstädter den Bau der Mauer vollkommen ab.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Umfrage: Jeder dritte Berliner findet Mauer nicht falsch"

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  • Zunächst mal leben in Berlin Ost immer noch die alten DDR-Eliten, die von dem System profitiert haben. Jetzt gibt es viele Desilusionierte in der Zwangs-kapitalisierten ehemaligen DDR, die mit einer Banane und Begrüßungsgeld gekauft, schnell erkannten, dass im Westen mit seinem Turbokapitalismus auch nicht alles doll ist. Und zuletzt die westnieschler, die es sich in den grenznahmen alternativen Bezirken wie Kreuzberg bequem gemacht hatten und nun mangels Geld von Wohlhabenen vertreiben werden. Das schafft Frust und Lust nach der alten "guten" Zeit...

  • Dumme Menschen gibt es bekanntlich überall, dass davon aber besonders viele in "Ost"-Berlin wohnen ist nachvollziebar, schließlich war dieser Teil der Stadt Machtzentum des SED-Regimes und und somit Wohnort der meisten unverbesserlichen "Genossen".

  • Ob die Umfrage so repräsentativ war? Wenn ja, dann ist das ein Trauerspiel. Die Diktatur der DDR wird in Deutschland verharmlost und nicht aufgearbeitet, vor allem im Schulunterricht häufig falsch dargestellt, wenn die Bildungspolitik dann noch von PDS Politkern bestimmt wird. Die Opfer werden mit Füßen getreten. Organisationen, die an die menschenverachtenden Machenschaften der DDR erinnern werden in Berlin oft nicht mal finanziell unterstützt. Traurig ist auch, dass es immer wieder linke Sympathisanten für die DDR und für Linksaußen gibt, weil man sich denen dann doch näher fühlt, als mit den demokratischen Kräften zu diskutieren. Das Problem ist, dass man in Deutschland die Kinder, oft schon in der Schule, versucht politisch-ideologisch zu erziehen, vor allem seitens des linken Spektrums. Das ist schändlich und für eine funktionierende Demokratie absolut schädlich. Hoffnung bleibt, dass die jungen Leute heute freiheitlicher denken und dass die 68er an Boden verlieren. Es muss auch seitens der Medien die demokratiefeindlichen Positionen der Linken beachtet werden. Zum Schluss: Mahler RAF-Mitglied und NPD-Mitglied. Darüber sollte wir Deutsche mal nachdenken ganz ohne Ideologie.

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