„Urbi et Orbi“ am Sonntag
Papst leitet nächtliche Osterwache im Vatikan

Papst Benedikt XVI. wird an diesem Sonntag zum ersten Mal seit seiner Wahl vor fast einem Jahr die Ostermesse zelebrieren.

HB ROM. Dabei wird auch traditionell der Segen „Urbi et Orbi“ (Der Stadt und dem Erdkreis) gesprochen. Zudem wird Joseph Ratzinger am Sonntag 79 Jahre alt. Zuvor stand am Samstagabend noch die nächtliche Osterwache im Petersdom auf dem Programm. Im Verlauf der Messe wird in der Vorhalle das Osterlicht entzündet und in den Petersdom gebracht. Die Kerze soll die Auferstehung Jesu von den Toten symbolisieren.

Am Freitag hatte Benedikt erstmals den Kreuzweg in Rom geleitet. An der Karfreitags-Prozession am stimmungsvoll erleuchteten Kolosseum nahmen Zehntausende Gläubige teil. Gemeinsam mit zahlreichen Pilgern machte sich der Kirchenführer auf den Weg, um bei Meditationen und Gebeten die 14 Stationen der Verurteilung Jesu zum Kreuzestod bis zu seiner Grablegung nachzuvollziehen. In Anlehnung an die in der Bibel überlieferten Begebenheiten wurden an jeder der Stationen Gebete und Meditationen verlesen. Bei der ersten und letzten Station trug der Papst das Kreuz selbst.

Die Texte waren in diesem Jahr vom Generalvikar von Rom, Erzbischof Angelo Comastri, verfasst worden. Darin prangerte der Vatikan Hunger und Elend in der Welt an und beklagte den Verfall der Familie. Am Ende des Kreuzweges hielt der deutsche Papst eine kurze Ansprache und erinnerte dabei an seinen Vorgänger Johannes Paul II. Im vergangenen Jahr konnte Karol Wojtyla, schon von seiner schweren Krankheit gezeichnet, erstmals nicht mehr persönlich die Osterfeierlichkeiten leiten.

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