Urlaubsregion auf Sumatra überflutet
Bis zu 200 Tote bei Überschwemmungen

Bis zu 200 Menschen haben die verheerenden Überschwemmungen in einer Urlauberregion auf Sumatra (Indonesien) bereits das Leben gekostet. Bis zum Dienstag bargen die Retter 100 Leichen, weitere rund 100 Menschen werden nach Angaben der Behörden noch vermisst. Für die Vermissten gibt es kaum noch Hoffnung.

HB JAKARTA/SINGAPUR. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag sind unter den Opfern der Flutkatastrophe zwei deutsche Touristinnen im Alter von 20 und 26 Jahren, ein 30-jähriger Niederländer und ein 31 Jahre alter Österreicher.

„Ich dachte an Lastwagen, als das donnernde Geräusch kam. Aber dann knallte plötzlich die Tür auf und das Wasser kam herein“, erinnert sich Bin (55) an die Nacht zum Montag, als nach schweren Regenfällen der Fluss Bahorok plötzlich über die Ufer trat. „Gott sei Dank haben meine Familie und ich überlebt. Alle meine Nachbarn sind tot“, sagt der Vater von fünf Kindern. Familie und Nachbarn habe er zur Flucht geraten, als die Fluten heranrauschten, erzählt er. Doch nur die Angehörigen hätten gehört.

Entlang des schlammigen Bahorok, rund 80 Kilometer nordwestlich von Medan, der Hauptstadt Nordsumatras, bietet sich ein Bild völliger Verwüstung: Mitgerissene Baumstämme türmen sich meterhoch, von den einfachen Siedlungen am Ufer sind nur noch Trümmer aus Blechdächern und leichten Holzwänden übrig.

Mehr als 400 Häuser rissen die Fluten mit sich, darunter zahlreiche Touristenbungalows. Das Wasser und die gewaltigen Baumstämme, die es mit sich führte, rissen alles weg, was sich ihnen in den Weg stellte. „Rettungskräfte haben sogar noch Leichen in 30 bis 40 Kilometer Entfernung gefunden, berichtet Bonar Pasaribu vom Katastrophenschutzzentrum des Unterbezirks Baharok.

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