Urteil
Maschmeyer-Erpresser muss zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

2,5 Millionen Euro wollte ein hoch verschuldeter Immobilienkaufmann von Carsten Maschmeyer und seine Lebensgefährtin Veronica Ferres erpressen. Nun wurde er dafür zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.
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HannoverZu zweieinhalb Jahren Haft ist am Montag ein Erpresser verurteilt worden, der 2,5 Millionen Euro von Unternehmer Carsten Maschmeyer (52) kassieren wollte. Der Mann bedrohte auch Maschmeyers Lebensgefährtin, die Schauspielerin Veronica Ferres (46). Im Amtsgericht Hannover gestand der 60-jährige Immobilienkaufmann den Erpressungsversuch und entschuldigte sich zugleich bei seinen Opfern, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der Unternehmer und seine Freundin nahmen an der Verhandlung nicht teil.

Der wegen Betrugs vorbestrafte Mann hatte im vergangenen Jahr in einer E-Mail gedroht, Maschmeyer und Ferres könnten sich in der Öffentlichkeit ihres Lebens nicht mehr sicher sein, wenn sie nicht zahlten. Der Erpresser hatte sich dabei als geschädigter Anleger bezeichnet. „Wenn Sie sich weigern, uns unser Geld zurückzugeben, wird das auch Frau Ferres zu spüren bekommen“, hieß es in der E-Mail des Mannes an Maschmeyer.

Der Unternehmer, Gründer des Finanzdienstleisters AWD, ging zum Schein auf die Forderungen ein, schaltete aber sofort die Polizei ein. Bei einer fingierten Geldübergabe in Münster schnappten die Beamten im vergangenen Dezember dann den Erpresser, einen Mann aus dem nordrhein-westfälischen Grevenbroich.

Bei seiner Tat hatte sich der hoch verschuldete Mann allerdings eher unprofessionell verhalten, berichtete der Gerichtssprecher. So nutzte er für die Geldübergabe-Verhandlungen sein Handy, das ganz offiziell auf seinen Namen angemeldet war.

Auch bei der Geldübergabe habe er zunächst mehrfach unterschiedliche Ansagen gemacht. Zunächst wollte er die 2,5 Millionen Euro an der Raststätte Rhynern an der Autobahn A2 abholen, später ließ er das Geld in einer Buchhandlung in Münster platzieren. Dort griff die Polizei schließlich in der Innenstadt zu.

Als Motiv für seine Tat nannte der Mann seine wirtschaftliche Notlage. So habe der 60-Jährige nach einem geplatzten Immobilien-Deal hohe Schulden gehabt, sagte der Gerichtssprecher. 2003/2004 habe er außerdem durch AWD-Immobilienanteile hohe finanzielle Verluste gemacht.

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  • Wenn Recht und Gerechtigkeit eins wären, würde nicht der Betrogene, sondern Maschmeyer einsitzen.

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