US-High School in Washington
14-Jähriger richtet Blutbad an

An einer High-School nördlich von Seattle im US-Bundesstaat Washington hat ein Schüler um sich geschossen. Mindestens eine Person starb, fünf weitere wurden teilweise schwer verletzt. Der Täter richtete sich selbst.
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MarysvilleEin Schüler hat in einer High School in der Nähe von Seattle um sich geschossen und dabei mindestens einen Mensch getötet. Nach dem Amoklauf richtete sich der Schütze selbst, wie die Behörden mitteilten. Mindestens fünf junge Menschen wurden mit Kopfwunden in ein Krankenhaus gebracht. Vier von ihnen schweben in Lebensgefahr.

Die Bluttat ereignete sich am Freitag an der Marysville Pilchuck High School 50 Kilometer nördlich von Seattle im US-Staat Washington. Bei dem Angreifer habe es sich um einen dortigen Schüler gehandelt, sagte der örtliche Polizeichef, Robb Lamoureux. Weitere Details zu dem Schützen oder dessen Tatmotiv nannte er nicht.

Augenzeugen zufolge tauchte der Verdächtige zur Mittagszeit mit einer Waffe in der Cafeteria auf und eröffnete plötzlich das Feuer. Chaos und Tumulte brachen aus. Er habe gerade in der Nähe des Schützen zu Mittag gegessen, als er die Schüsse gehört habe, sagte Alan Perez dem Sender King-TV. „Er hatte eine kleine Pistole in der Hand. Ich sah die Blitze in der Waffenmündung.“

Eine andere Schülerin, Austin Taylor, sagte, der Schütze „starrte jedes seiner Opfer einfach nur an, als er auf sie schoss“. In Panik verließen Lehrer und die mehr als 2000 Schüler das Gelände der High School, nachdem Polizei und Rettungskräfte das Areal abriegelten. Beamte durchsuchten Raum für Raum.

Oberschüler Cedar Parker berichtete, er habe gerade vom Gelände weggefahren wollen, als er wegrennende Schüler gesehen habe. Einige hätten versucht, über einen Zaun zu springen, sagte der 17-Jährige der Nachrichtenagentur AP. Parker ließ einige Schüler in sein Auto. Andere hätten verzweifelt nach ihren Freunden gerufen: „Wo bist du?“

Auf dem Parkplatz vor einer nahe gelegenen Kirche warteten Eltern darauf, ihre Kinder in die Arme schließen zu können. Dort wurden sie von Bussen abgesetzt, die zwischen der Schule und der Kirche hin- und herfuhren. Einige Eltern wurden zu ihren Autos zurückgeschickt, um ihre Ausweise zu holen, bevor sie mit ihren Kindern nach Hause fahren durften.

Neben der Polizei war auch das FBI vor Ort, wie eine Sprecherin der AP sagte. Vier verletzte Schüler wurden in die Everett-Klinik in Providence gebracht. Drei von ihnen seien in „sehr kritischem“ Zustand, sagte die Sprecherin des Krankenhauses, Heidi Amrine. Ein 14-Jähriger wurde in eine Klinik in Seattle gebracht. Auch seine Verfassung wurde als bedenklich beschrieben.

Zuletzt war es in der Gegend am 5. Juni zu einer Schießerei an einer Bildungseinrichtung gekommen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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