US-Kampfflugzeug über Münster
Cockpit-Kuppel stürzt in Imbissbude

Auf dem Weg zur Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin hat ein US-Kampfflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg über einem Wohngebiet in Münster seine Cockpit-Haube verloren. Während eine Frau am Boden großes Glück hatte, nicht verletzt zu werden, flog der Pilot unbeirrt weiter.

HB MÜNSTER/BERLIN. Verletzt worden sei niemand, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung in Münster am Donnerstag. Die Kuppel habe aber beim Herabstürzen ein Hausdach und eine Imbissbude zerstört. Ein Metallteil des 1,90 Meter langen Cockpits sei auf einem Tennisplatz nur einen Meter neben einer Frau eingeschlagen, die gerade ihre Tochter vom Training abholen wollte, erklärte der Sprecher.

Nur noch die Windschutzscheibe vor Augen, sei der Pilot „seelenruhig“ gemeinsam mit seinem Co-Piloten die rund 400 Kilometer lange Strecke nach Berlin weiter geflogen und dort sicher gelandet. Er habe seine Maschine ordnungsgemäß abgestellt. Bislang sei unklar, warum der Mann keinen Notruf abgesetzt hat. Auf dem international gebräuchlichen SOS-Funkkanal sei zur fraglichen Zeit kein Spruch angekommen, sagte der Sprecher der Bezirksregierung. Fraglich sei auch, warum der Flieger mit dem von der US-Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg benutzten Sturzbomber nicht auf einem der nächstgelegenen Flugplätze gelandet sei.





 Die „Mustang“ ohne Dach - und mehr Bilder von der ILA





Die Ermittlungen zu dem Fall hat wie üblich die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig übernommen. Ein Sprecher sagte, der Flug ohne Cockpit-Haube sei grundsätzlich möglich und erlaubt. Allerdings sei das Absetzen eines Funkspruchs in solch einem Fall Standard. Der Hobbypilot aus Großbritannien war mit der Propellermaschine vom Typ P 51 „Mustang“ am Mittwochnachmittag im englischen North Weald gestartet, um den Oldtimer auf der Internationalen Luftfahrtausstellung (ILA) in Berlin-Schönefeld vorzustellen.

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