US-Studie
Fitness wichtiger als Gewicht

Fitness ist bei älteren Menschen wichtiger als das richtige Körpergewicht. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden. Fitte Fettleibige hatten dabei ein geringeres Sterberisiko als untrainierte Normalgewichtige oder Schlanke.

HB CHICAGO. Das legt zumindest eine Studie nahe, die am Mittwoch im Fachjournal des US-Ärzteverbandes AMA erschienen ist („JAMA“; Bd. 298, S. 2507). Die Mediziner um Xuemei Sui von der Universität von South Carolina in Columbia hatten die Sterberate, das Gewicht und die Fitness von 2603 Erwachsenen im Alter von mindestens 60 Jahren verglichen.

Eine Reihe von Studien habe gezeigt, dass Fettleibigkeit und Bewegungsmangel im mittleren Lebensalter das Sterberisiko erhöhen, schreiben die Autoren. Ob dies auch für ältere Erwachsene gelte, sei bislang jedoch unklar gewesen. Die Probanden der neuen Untersuchung hatten ein Durchschnittsalter von 64,4 Jahren, knapp ein Fünftel waren Frauen. Alle hatten sich zwischen 1979 und 2001 einem allgemeinen Gesundheitscheck unterzogen, zu dem auch ein Fitnesstest gehörte.

Im Mittel verfolgten die Mediziner die Gesundheitsgeschichte ihrer Probanden zwölf Jahre lang. Während dieser Zeit gab es 450 Todesfälle. Die Gestorbenen hatten einen niedrigeren Fitnessgrad als die Überlebenden und mehr Herzkreislaufrisiken wie Diabetes und Bluthochdruck, wie die Forscher berichten. Keine signifikanten Unterschiede hätten sich dagegen hinsichtlich der Fettleibigkeit gezeigt. Möglicherweise lasse sich die Sterberate bei älteren Menschen, auch bei stark übergewichtigen, durch die Ermunterung zu regelmäßiger Bewegung wie etwa täglich einer halben Stunde flottem Spaziergang senken, schließen die Autoren.

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