USA
Verdächtiger soll Mord live auf Facebook gezeigt haben

In Cleveland soll ein Mann auf Facebook live einen Mord begangen haben. Das Video war laut US-Polizei drei Stunden online. Es ist nicht das erste Mal, dass über die Live-Funktion eine Gewalttat gezeigt wurde.
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ClevelandDie Polizei in der US-Stadt Cleveland hat nach einem Mann gesucht, der einen Mord live auf Facebook gezeigt haben soll. Der mutmaßliche Täter hatte nach Polizeiangaben vor laufender Kamera am Sonntag (Ortszeit) einen 74-Jährigen erschossen. In dem Video sagte der Mann auch, er habe bereits Dutzend andere Menschen getötet. Das bestätigte die Polizei zunächst nicht. Sie suchte in Cleveland und deren Umgebung nach dem flüchtigen Mann.

Der Polizeichef der Stadt forderte den mutmaßlichen Täter auf, sich zu stellen. Man könne über alle Probleme sprechen, so Calvin Williams. Dass der Verdächtige weitere Menschen getötet habe, bestätigte Williams nicht. Es gäbe keine weiteren Opfer, von denen die Polizei wisse, dass sie mit dem Mann in Verbindung stünden.

Nach Behördenangaben zeigte der mutmaßliche Täter den Mord live auf Facebook. Das Video soll drei Stunden dort zu sehen gewesen sein, bevor es gelöscht wurde. Auch die Facebook-Seite des Mannes sei gelöscht worden. Der Verdächtige wurde laut Polizei als gefährlich und bewaffnet eingeschätzt.

Es ist nicht das erste Mal, dass über die Live-Funktion des sozialen Netzwerkes Gewalttaten öffentlich gezeigt werden. Im Januar dieses Jahres waren vier Menschen in Chicago festgenommen worden, nachdem sie die Misshandlung eines Mannes mit einer geistigen Behinderung auf Facebook gezeigt haben sollen. Nur rund einen Monat später war eine 15-Jährige ebenfalls in Chicago von sechs jungen Männern sexuell missbraucht worden, was live im Internet übertragen wurde. 40 Menschen hatten nach Behördenangaben das Live-Video gesehen, ohne es an die Polizei zu melden.

„Das ist ein schreckliches Verbrechen und wir erlauben diese Art von Inhalt nicht auf Facebook“, sagte ein Vertreter des Internetunternehmens in einer Mitteilung. „Wir arbeiten hart daran, eine sichere Umgebung auf Facebook zu erhalten.“ Das Unternehmen stehe mit der Polizei in Kontakt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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