Vater von Dodi al Fayed verdächtigt den britischen Geheimdienst
Angebliches Komplott gegen Prinzessin Diana

Einen Tag nach der überraschenden Veröffentlichung eines Briefes der verstorbenen Prinzessin Diana, fordert nun der Vater ihres damaligen Lebensgefährten weitere Untersuchungen des Autounfalls, bei dem das Paar 1997 ums Leben gekommen war.

HB LONDON. Mohamed al Fayed forderte vom britischen Premierminister Tony Blair eine öffentliche Untersuchung des tödlichen Autounfalls. Er betonte am Dienstag in einer Mitteilung, der am Montag in der britischen Zeitung „Mirror“ veröffentlichter Brief Dianas bestätige, was diesem ihm vor ihrem Tod erzählt habe.In dem Brief soll Diana zehn Monate vor ihrem Tod über ein angebliches Mordkomplott gegen sie geschrieben haben.

Diana war am 31. August 1997 im Alter von 36 Jahren bei einem Autounfall in Paris gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Dodi al Fayed und dem Chauffeur Henri Paul ums Leben gekommen.

„Der Premierminister muss jetzt einsehen, dass die Zeit reif ist für eine vollständige öffentliche Untersuchung. Eine weitere Verzögerung wird so aussehen, als ob er sich an einer Vertuschung beteilige und die Menschen in diesem Land werden das nicht hinnehmen“, hieß es in der Mitteilung. Fayed, der das noble Kaufhaus „Harrods“ in London besitzt, hatte schon mehrmals behauptet, dass Diana und sein Sohn vom britischen Geheimdienst ermordet worden seien, weil die Beziehung dem Königshaus missfalle. Bisher seien seine Bitten bei Blair „auf taube Ohren gestoßen“.

Ein Sprecher Blairs wies am Dienstag die Forderungen Fayeds zurück: „Es gab eine ausführliche Untersuchung durch die französischen Behörden. Es wird nichts durch eine Wiederholung dieses Prozesses gewonnen.“

Die Untersuchung durch die französischen Behörden hatte 1999 ergeben, dass der Unfall durch Trunkenheit des Fahrers und überhöhte Geschwindigkeit verursacht wurde. Nach Angaben aus Behördenkreisen in Frankreich sind neue Nachforschungen nicht vorgesehen: „Das Diana-Dossier ist auf jeden Fall geschlossen“, hieß es. Ein britischer Untersuchungsrichter hatte bereits eine Untersuchung angekündigt, jedoch bislang keinen Termin genannt.

In dem Brief, den Diana angeblich im Oktober 1996 ihrem Diener Paul Burrell gab, hatte sie geschrieben, dass ein Mordanschlag auf sie mit einem fingierten Unfall geplant sei. Dadurch sollte Prinz Charles die Hochzeit mit einer anderen Frau ermöglicht werden. Damals war die Scheidung von Charles und Diana bekannt geworden, nachdem beide außereheliche Liebesbeziehungen eingeräumt hatten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%