Verdacht erhärtet
Columbias Schicksal war beim Start besiegelt

Die Weltraumbehörde Nasa hat den bisher stärksten Hinweis darauf, dass ein beim Start entstandender Schaden am Shuttle Columbia zum späteren Auseinanderbrechen der Raumfähre führte.

HB/dpa WASHINGTON. Nach US-Medienberichten vom Montag schlug bei einem neuen Test in Texas ein Stück Isolierschaum ein großes Loch in einen Hitzeschild-Teil des Shuttle Atlantis.

Die unabhängige Kommission zur Untersuchung der Gründe für das Unglück vom 1. Februar hatte es bereits vor dem Test für wahrscheinlich gehalten, dass beim Start abgesprengter Schaum auf den linkel Columbia-Flügel prallte und den Hitzeschild so stark beschädigte, dass das Shuttle den Wiedereintritt in die Atmosphäre nicht überstand. „Aber das hier ist der rauchende Colt“, wurde Kommissionsmitglied Scott Hubbard zitiert. Der Begriff „rauchender Colt“ hat sich im Zuge der Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak eingebürgert und steht für „schlüssigen Beweis“.

Bei dem Test war ein knapp eineinhalb Pfund schweres Stück Schaum mit einer Geschwindigkeit von etwa 800 Stundenkilometern auf dem Atlantis-Teil aufgeprallt und hatte ein Loch mit einem Durchmesser von rund 40 Zentimetern erzeugt. Die Kollision war so stark, dass die Linse einer Kamera zum Filmen des Tests aus ihrer Fassung sprang.

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