Viele Kinder unter den Opfern
Tote bei Flugzeugcrashs in USA und Japan

Bei zwei Flugzeugabstürzen in den USA und Japan sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Im US-Bundesstaat Montana starben in einem Kleinflugzeug am Sonntagnachmittag (Ortszeit) 17 Menschen, darunter mehrere Kinder. Die Bruchlandung auf Tokios internationalem Flughafen Narita kostete am Montagmorgen nach Krankenhausangaben den Piloten und den Kopiloten das Leben.

HB WASHINGTON/TOKIO. US-Medien berichteten unter Berufung auf die regionale Vertretung der US-Luftfahrtbehörde FAA, die einmotorige Propeller-Maschine war in Orville (Kalifornien) gestartet und auf dem Flug nach Bozeman (Montana). Das Flugzeug zerschellte auf einem Friedhof in unmittelbarer Nähe des angesteuerten Flughafens in Butte etwa 170 Meter von der Landebahn entfernt. Die Maschine ging Augenzeugen zufolge sofort in Flammen auf. Der Pilot hatte aus noch ungeklärten Gründen sein Flugziel geändert und Butte angesteuert.

Die Kinder aus Kalifornien waren dem Nachrichtensender CNN zufolge auf dem Weg in einen Ski-Urlaub in den Bergen Montanas. Das kleine Flugzeug vom Typ Pilatus PC-12 sei normalerweise für nicht mehr als zehn Passagiere angelegt, sagte der FAA-Sprecher Les Dorr in Washington.

„Es sah alles ganz schrecklich aus, ... aber wir konnten nichts mehr tun“, sagte der Ex-US-Soldat Steven Guidoni, der Minuten nach dem Absturz zum Unfallort geeilt war, um zu helfen. Die Polizei habe ihn wie die anderen Anwohner, die helfen wollten, weggeschickt, sagt er in einem CNN-Telefoninterview.

Spektakuläre Bilder im japanischen Fernsehen zeigten, wie die aus China kommende FedEx-Maschine vom Typ MD-11 kurz vor 7.00 Uhr Ortszeit auf der Landebahn von Narita aufprallte, schräg hochgedrückt wurde und mit der linken Tragfläche auf den Boden schlug. Dabei geriet das Flugzeug sofort lichterloh in Flammen und überschlug sich. Rund ein Dutzend Feuerwehrwagen rasten zur Unglücksstelle. Der Brand konnte nach gut zwei Stunden gelöscht werden. Das Unglücksflugzeug kam aus dem chinesischen Guangzhou. An Bord des völlig ausgebrannten Flugzeugs befanden sich Medienberichten zufolge außer den beiden amerikanischen Piloten keine weiteren Passagiere.

Im Bereich des Flughafens Narita herrschten Medienberichten zufolge Windstärken von rund 72 Kilometer in der Stunde. Fluggesellschaften seien vor möglichen Scherwinden gewarnt worden, bei denen sich die Windgeschwindigkeit und -richtung plötzlich ändern können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%