Vom Anhänger eines LKW gerammt.
50 Verletzte bei Busunglück in Tirol

Bei einem schweren Busunglück in Tirol ist am Donnerstag ein Reisender ums Leben gekommen. 50 Menschen wurden verletzt, sechs von ihnen schwer, berichtete die Polizei.

dpa REUTTE. Der Bus aus Bühl in Baden-Württemberg mit einer Seniorengruppe an Bord wurde auf einer kurvenreichen Strecke südlich von Reutte vom Anhänger eines entgegenkommenden deutschen Lastwagen gerammt. Der Bus kam von der Fahrbahn ab und stürzte eine steile Böschung hinab. Dabei überschlug er sich mehrmals und blieb auf einer Wiese liegen.

Um 14.15 Uhr schrillten bei den Feuerwehren im österreichischen Reutte am Donnerstag die Alarmglocken: Schwerer Unfall auf der Bundesstraße 179. Ein vollbesetzter deutscher Reisebus ist 50 Meter tief abgestürzt. Als die ersten Rettungskräfte wenige Minuten später im strömenden Regen an der Einsatzstelle eintreffen, sehen sie Dutzende von Verletzten und Trümmer.

Es war ein Durcheinander von Schwer- und Leichtverletzten, der Bus hatte sich mehrmals überschlagen, viele Scheiben waren durch“, berichtete Feuerwehrkommandant Roland Kramer der dpa am Telefon. „Wir haben sofort mit der Rettung der Verunglückten begonnen. Der zerstörte Bus musste mit Hebekissen und Seilwinde angehoben werden.“

Rund 200 Helfer waren am Einsatzort. Mitarbeiter des Roten Kreuzes bauten Zelte auf, um die Verletzten zu versorgen. Notärzte waren mit Fahrzeugen und insgesamt sieben Hubschraubern zur Stelle. „Die Versorgung war schulmäßig“, sagte Kramer. „Die Fahrgäste verhielten sich trotz der Situation sehr diszipliniert.“ Drei der acht Schwerverletzten befanden sich nach seinen Worten in Besorgnis erregendem Zustand. Insgesamt zählten die Rettungskräfte 50 Verletzte. „Vermutlich waren nicht alle angeschnallt“, meinte der Feuerwehrkommandant. „Mehrere waren hinausgeschleudert worden.“

Andere waren im Wrack eingeklemmt. Am Abend wurden die Bergungsarbeiten abgeschlossen. „Der Bus ist geborgen, alle Verletzten sind versorgt“, berichtete Kramer.

Viele der Verletzten waren mit Hubschraubern, andere mit Rettungswagen in Kliniken nach Innsbruck sowie nach Murnau und Kempten in Bayern, aber auch in Krankenhäuser in den näher liegenden bayerischen Orten Füssen, Pfronten und Marktoberdorf gebracht worden.

Bayerische Rettungskräfte unterstützten mit Fahrzeugen und Hubschraubern die Mannschaften aus Tirol. Die Teilnehmer der Fahrt kamen nach Angaben der Polizei aus dem Landkreis Rastatt und waren auf der Anreise zu einem Dreitages-Ausflug ins Tiroler Stubaital.

Erst am vergangenen Montag waren beim schwersten Busunglück in Deutschland seit 15 Jahren auf der Autobahn Dresden-Magdeburg 13 Menschen ums Leben gekommen und 36 verletzt worden. Alle Opfer gehörten einer Seniorenreisegruppe aus Hopsten in Nordrhein-Westfalen an.

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