Von der Lokomotive erschlagen
22 Tote bei Zugunglück in Indien

Bei dem zweiten größeren Bahnunglück innerhalb der letzten zwei Wochen in Indien wurden zwölf Passagiere sowie zehn Passanten und Fischer getötet. Die Unfallursache ist noch unklar.

dpa NEU DELHI. Mindestens 22 Menschen sind am Mittwoch bei einem Bahnunglück in Indien getötet worden, nachdem ein Zug auf einer mehr als sieben Meter hohen Brücke entgleiste und abstürzte. Der Fernsehsender Star News berichtete, zwölf Leichen seien aus abgestürzten Waggons geborgen worden. Zehn Passanten und Fischer unter der Brücke wurden von den herabfallenden vier Waggons und der Lokomotive erschlagen.

Die Rettungsarbeiten im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh wurden nach Darstellung des Senders durch starke Monsun-Regenfälle behindert, die den Einsatz von Schneidbrennern unmöglich machten. Der indische Bahnminister Nitish Kumar sagte zur Unfallursache, der Lokführer könnte Signale übersehen haben. Kumar ordnete eine Untersuchung an.

Marode Schienen

Es ist das zweite größere Bahnunglück in Indien in den vergangenen zwei Wochen. Mindestens 51 Menschen starben am 22. Juni im westindischen Bundesstaat Maharashtra, als ein Zug nach einem Erdrutsch in Felsbrocken auf den Gleisen raste.

In Indien kommt es immer wieder zu schweren Zugunglücken. Einer der schlimmsten Unfälle mit bis zu 500 Todesopfern ereignete sich 1999 im Bundesstaat West Bengalen im Osten des Landes. Das indische Schienennetz - mit mehr als 60 000 Kilometern Gesamtlänge eines der größten der Welt - ist auf weiten Strecken marode.

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