Wegen Steuerbetrug
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen TV-Koch Lafer

Fernsehkoch Lafer sieht sich mit dem Vorwurf der Steuerhinterziehung konfrontiert – gegen ihn wird ermittelt. Sein Restaurant und seine Kochschule wurden durchsucht. Lafers Anwalt zeigt sich zuversichtlich.
  • 0

Koblenz Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt gegen den Fernsehkoch Johann Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Das sagte Staatsanwalt Hans Peter Gandner am Dienstag in Koblenz. Der Anwalt von Lafer erklärte auf Anfrage, sein Mandant werde sich während eines laufenden Verfahrens nicht äußern. Eine frühere Mitarbeiterin habe Strafanzeige gestellt, erklärte er.

Am Montag hatten rund 45 Beamte Lafers Restaurant in Stromberg und seine Kochschule in Guldental bei Bad Kreuznach durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. „Wir ermitteln gegen die Eheleute Lafer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung“, sagte Gandner. Nun werde die Staatsanwaltschaft die Unterlagen und elektronischen Dateien auswerten.

„Mein Mandant und seine Anwälte, die ihn in dieser Angelegenheit vertreten, haben kooperativ sämtliche relevanten Unterlagen freiwillig herausgegeben“, teilte Anwalt Christian Schertz in Berlin mit. „Sie werden auch weiterhin mit den Behörden zusammenarbeiten, um die verbleibenden Vorwürfe vollständig aufzuklären.“ Er wies darauf hin, dass eine Zivilklage der Ex-Mitarbeiterin - einer Haushälterin - gerichtlich abgewiesen worden sei. „Sollte sich dennoch eine Unregelmäßigkeit ergeben, wird diese unverzüglich im Nachgang korrigiert.“

Der Anwalt erklärte weiter: „Die Durchsuchung entspricht dem normalen Ablauf in einem Ermittlungsverfahren.“ Zunächst hatte die Koblenzer „Rhein-Zeitung“ über die Ermittlungen berichtet. Das Arbeitsgericht Bad Kreuznach hatte eine Zahlungs- und eine Kündigungsschutzklage der Ex-Mitarbeiterin gegen den Fernsehkoch im August abgewiesen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wegen Steuerbetrug: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen TV-Koch Lafer "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%