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Welfenauktion übertrifft Erwartungen

Die Versteigerung der Welfenschätze hat auch am zweiten Auktionstag Rekordsummen erzielt. Bereits am ersten Tag hatte der Verkauf mit 6,3 Millionen Euro die Hälfte des erwarteten Gesamterlöses eingebracht. Das Auktionshaus hatte anfänglich von einem Gesamtumsatz von 12 Millionen Euro gesprochen.

HB HANNOVER. Nur eine halbe Stunde nach Beginn der Auktion am Donnerstag habe ein Telefonanbieter für 540 000 Euro ein Ölgemälde aus dem 18. Jahrhundert ersteigert, teilte Sotheby's- Sprecherin Selei Serafin mit. Das Gemälde hatte einen Schätzwert von 30 000 bis 40 000 Euro.

Die von Sotheby's angegebenen Summen sind in der Regel die offiziellen Endpreise. Diese setzen sich aus dem so genannten Hammerpreis - die Summe, für die der Bieter den Zuschlag erhält - und einem Aufschlag von rund 24 Prozent, der an das Auktionshaus Sotheby's geht, zusammen. Der Käufer des Ölgemäldes aus dem 18. Jahrhundert müsse für sein Objekt letztendlich 653 400 Euro bezahlen, sagte Serafin.

Der Erlös der Versteigerung, die noch bis zum 15. Oktober läuft, bleibt für die Welfenfamilie steuerfrei. Es handele sich um eine „Veräußerung von Privatvermögen“, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Finanzministeriums in Hannover.

Die Einnahmen aus der Auktion sollen in eine Familienstiftung fließen, um die deutschen Besitztümer des Adelshauses zu erhalten. Die Marienburg soll nach Angaben des Schloss-Sprechers Mauritz von Reden bis zum Frühjahr 2006 originalgetreu eingerichtet werden, um Touristen einen Einblick in das höfische Leben des 19. Jahrhunderts zu geben. Nach dem Ende der Versteigerung solle mit dem Umbau begonnen werden. „Ein Schwerpunkt des neuen Schlossmuseums wird beim Leben der Königin Marie und dem Ende des Königreiches im 19. Jahrhundert liegen“, sagte von Reden.

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