Wilderer in Österreich
Mutmaßlicher Polizistenmörder tot aufgefunden

Ein Polizeieinsatz gerät außer Kontrolle: Auf der Flucht richtet ein Waffennarr ein Gemetzel an. Drei Polizisten und ein Sanitäter sterben. Sogar Panzer rücken an. Die Polizei spricht von einer „unvorstellbaren Bluttat“.
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Annaberg/WienBei der Durchsuchung des niederösterreichischen Bauernhauses, in dem sich der mutmaßlich für den Tod von vier Menschen verantwortliche Jäger verschanzte, hat die Polizei eine verbrannte Leiche entdeckt. Es spreche einiges dafür, dass es sich dabei um den Täter handle, sagte Polizeisprecher Roland Scherscher in der Nacht zum Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Da der Körper zur Unkenntlichkeit verkohlt sei, könne nur eine DNA-Analyse Klarheit bringen. Dies könne einige Tage dauern, so Scherscher. Nach Angaben des Sprechers schloss die Polizei die mehrere Stunden dauernde Durchsuchung des Hauses am späten Dienstagabend ab. Weitere Suchaktionen nach einem möglicherweise flüchtigen Täter seien nicht geplant.

Hunderte Einsatzkräfte hatten das Haus im Bezirk Melk den Dienstag über umstellt, bis sie es am Abend mit der Hilfe von Panzern stürmten. Die Durchsuchung dauerte Stunden. Durch begleitende Ermittlungsarbeit erfuhr die Polizei laut Sprecher von einem Versteck, dass nur durch eine Geheimtür zu erreichen war.

„Die Einsatzkräfte haben die Tür geöffnet und wollten in den Raum eindringen, im Raum selbst hat es aber gebrannt“, so Scherscher. Der zuströmende Sauerstoff fachte die Flammen zusätzlich an. Als das Feuer gelöscht wurde, habe man die verbrannte Leiche entdeckt.

Die Tat hatte den Angaben des Innenministeriums in der Nacht zum Dienstag im nahe gelegenen Ort Annaberg ihren Anfang genommen. Dort war der Mann, bei dem es sich nach Angaben des Fernsehsenders ORF um einen 55 Jahre alten Wilderer handelte, von der Polizei entdeckt worden und in seinem Wagen geflüchtet.

Als sein Auto in einem Graben landete, eröffnete er demnach das Feuer auf einen Beamten und einen Sanitäter, der diesem Erste Hilfe leisten wollte. Anschließend erschoss er an einer Straßensperre einen weiteren Polizisten. Ein vierter Beamter, der zunächst als vermisst galt und als mögliche Geisel in der Hand des mutmaßlichen Wilderers vermutet wurde, wurde später tot in seinem Streifenwagen gefunden.

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Mutmaßlicher Polizistenmörder tot aufgefunden

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Täter galt als Waffennarr

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  • Niemand muss müssen. Sie schon gar nicht. Aber können können Sie. Sie wollen nur nicht. Im Gegensatz zu ihnen habe ich diese Informationen von 5 verschiedenen Radiosendern, 4 TV-Sendern und diversen Nachrichtenportalen bereits erhalten. Sowohl den bisher bekannten Tatablauf und wer der mutmaßliche Täter war. Allerdings ist die unschlagbarste Informationsquelle in diesem Fall die Pressekonferenz der Polizei.

  • @Ockhams_Rasiermesser

    Bitte keine "Verschwörungstheorien" bzgl meiner Absichten "suggerieren". Ich will nur so vollständig und ungefiltert (so weit betrifft es dieses wahrheitstötende Konstrukt "political correctness") wie möglich informiert werden.

    Warum soll ich googlen müssen - wofür dient ein Artikel in einer Nachrichtenzeitung eigentlich? Als Anreiz zum Selbergoogln? Als eine Art intellektuelle Schnitzeljagd zum Zeitvertreib?

    Jetzt weiß ich immer noch nichts über den Tathergang und -ablauf, noch zum Milieu des Täters. Wurde er als Darsteller in einem modernen Heimatfilm beim Wildern ertappt oder steckt etwas anderes dahinter?

    Muß die Polizei die dazu passende Story erst noch ermitteln oder vielleicht kreativ erfinden?

    Vielleicht könnten Sie das auch ergooglen und dann kommentieren oder als Co-Autor auftreten!

  • So ein Blödsinn. Nichts wird verschiegen. Eine Minute Google und Sie wissen, daß der mutmaßliche Täter Alois H. hieß. Jemand mit diesem Vornamen wird wohl kaum den von ihnen suggerierten Migrationshintergrund haben. Ihnen sind diese "Details", wie sie sie nennen, doch nur ein Instrument, um hetzen zu wollen. Ja, schreien Sie ruhig wieder rum, ich würde Sie in die rechte Ecke stellen wollen.

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