Winterlicher Ausklang der Ostertage
Schneechaos auf Europas Straßen

Zum Schluss des langen Osterwochenendes haben Eis und Schnee tausende Berufspendler und Reisende kalt erwischt. Auf vielen Straßen vor allem in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein- Westfalen sowie Baden-Württemberg schlitterten Autofahrer in den Gegenverkehr, in Gräben und gegen Laternenpfähle.

HB HAMBURG. Auch andere europäische Länder blieben von dem späten Wintereinbruch nicht verschont. In Süditalien saßen wegen hoher See Hunderte von Touristen auf Inseln fest. Über Mazedonien fegte eine Sturmfront hinweg, dabei wurde ein Mensch getötet. Bei einer Massenkarambolage mit rund 60 Fahrzeugen kam in Österreich ein Mensch ums Leben, 30 erlitten Verletzungen. In Belgien und den Niederlanden krachte es ebenfalls mehrfach.

In der Nähe des baden-württembergischen Rottweil starb am Montagabend ein 77 Jahre alter Mann - er war auf schneeglatter Straße mit seinem Auto in den Gegenverkehr gerutscht. Auch eine 34 Jahre alte Frau schleuderte bei Emmendingen auf die Gegenfahrbahn. Bei dem Unfall wurden am Dienstag drei Menschen schwer verletzt. Zwei Verletzte gab es auch bei einem Glatteisunfall im Kreis Breisgau- Hochschwarzwald.

In Rheinland-Pfalz kam es besonders in der Eifel, dem Westerwald und den Höhenzügen des Hunsrück zu Behinderungen und Blechschäden, das große Chaos blieb jedoch aus. Im Raum Idar-Oberstein wurde eine 18 Jahre alte Autofahrerin in der Nacht leicht verletzt, als sie in einer scharfen Kurve auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen verlor. In Daun in der Vulkaneifel krachte es am Morgen bei starkem Schneefall mehrmals. Auch im Nordwesten Niedersachsens kam es zu vielen Unfällen, bei denen ein Mensch im Kreis Stade verletzt wurde. In Schleswig-Holstein gab es mehr als zwei Dutzend Unfälle - die Bilanz: Ein Leichtverletzter, viele Blechschäden.

Am Montagabend steckten rund 100 Autofahrer im Taunus fest, weil zwei Straßen für mehrere Stunden voll gesperrt worden waren. Im Sauerland stellten sich auf der Autobahn 45 nahe dem Kreuz Olpe-Süd 15 Lastwagen an einer Steigung quer, der Verkehr staute sich auf mehreren Kilometern. Im Hochsauerlandkreis wurden am Dienstagmorgen bei 14 Unfällen im Berufsverkehr zwei Menschen leicht verletzt.

In Mazedonien war während eines Sturmes mit Windböen von bis zu 130 Stundenkilometern ein Mann von einer einstürzenden Reklamewand erschlagen worden. Weitere Menschen erlitten Verletzungen, als der Sturm am Montag zahlreiche Bäume, Telefon- und Strommasten umknickte. In Italien konnten die Äolischen Inseln nördlich von Sizilien ebenso wie Pantelleria und Lampedusa wegen des äußerst schlechten Wetters am Dienstag nicht von Fähren angelaufen werden.

In Oberösterreich verkeilten sich rund 60 Fahrzeuge auf der Autobahn zwischen Seewalchen und St. Georgen ineinander. Zu dem Auffahrunfall mit einem Todesopfer und 30 Verletzten kam es nach Angaben der Polizei bei winterlichen Straßenverhältnissen und schlechter Sicht durch zu hohe Geschwindigkeit einiger Autofahrer.

In den Niederlanden sorgten Schnee und Eis auf den Autobahnen vor allem im Westen des Landes für Chaos. Auf mehr als 830 Kilometer Länge stauten sich die Fahrzeuge - ungefähr dreimal so viel wie sonst im Berufsverkehr üblich. Die Polizei berichtete von Dutzenden Unfällen, bei denen es jedoch zumeist nur Blechschäden gab. Auch in Belgien bremsten heftige Schneefälle den Berufsverkehr in weiten Teilen des Landes. Auf der Autobahn von Aachen nach Lüttich krachten mehrere Lastzüge aufeinander.

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