84. Oscar-Verleihung
Nominierte flanieren über den Roten Teppich

Die Spannung vor der Oscar-Gala steigt: Die geladenen Stars bahnten sich am Sonntag vorbei an Kameras und Schaulustigen ihren Weg über den roten Teppich am Hollywood-Boulevard in Los Angeles.
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Los Angeles «Ich bin sehr, sehr nervös», sagte der französische Schauspieler Jean Dujardin, der für seine Rolle in «The Artist» als bester Hauptdarsteller nominiert ist. Er sei «sehr froh», bei den Oscars dabei sein zu dürfen. «Ich bin ein glücklicher Kerl», sagte Dujardin weiter. Hollywood-Beau George Clooney, der mit Dujardin um die Auszeichnung für die beste Hauptrolle konkurriert, kam mit seiner Freundin Stacey Keibler. Der Schauspieler bezeichnete seine Rolle als Familienvater in dem Drama «The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten» als «interessanten Charakter».

«Es hat Spaß gemacht, ihn zu spielen», sagte Clooney, der einen Smoking des Edelschneiders Giorgio Armani trug. Die begehrten Filmpreise werden zum 84. Mal verliehen. Die Gala findet wie in den vergangenen Jahren im früheren Kodak Theater am Hollywood-Boulevard statt. Seit dem Konkurs des Kamera- und Filmherstellers Eastman Kodak trägt der Entertainment-Palast aber den weniger klangvollen Namen Hollywood & Highland Center.

Durch die Oscar-Zeremonie führt zum neunten Mal der US-Schauspieler Billy Chrystal, der nach der Absage von Komiker Eddie Murphy im November eingesprungen ist. Hunderte Millionen Menschen weltweit dürften das Spektakel von den Fernsehern verfolgen. Als Favoriten gehen «Hugo Cabret» und «The Artist» in das Rennen um die goldenen Statuen.

Während der 3-D-Streifen von Regisseur Martin Scorsese in elf Kategorien nominiert wurde, erhielt die Stummfilm-Hommage des Franzosen Michel Hazanavicius zehn Nennungen. Deutschland kann mit Wim Wenders' Dokumentarfilm «Pina» sowie dem Kurzfilm «Raju» der Nachwuchs-Cineasten Max Zähle und Stefan Gieren auf Oscar-Ruhm hoffen.

Die Berlinerin Lisy Christl ist für ihre Kostüme in Roland Emmerichs Shakespeare-Film «Anonymus» für einen Oscar nominiert. «The Artist», der die Geschichte eines mit der Einführung des Tonfilms in Vergessenheit geratenen Stummfilmstars erzählt, hatte bereits im Vorfeld der Oscars die Filmpreis-Jurys überzeugt. Nach Erfolgen bei den Golden Globes und den britischen BAFTA-Awards gewann der Streifen am Freitagabend bei der Verleihung der französischen Filmpreise in Paris sechs Césars. Am Samstag siegte «The Artist» dann in vier Kategorien bei den Spirit Awards, den Filmpreisen für unabhängige Produktionen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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