Art Brussels
Kunst fürs iPad

Die 30. Art Brussels ist mit Erfolg zu Ende gegangen. Die Messe für zeitgenössische Kunst ist frisch und experimentierfreudig. Das Angebot schließt junge, erschwingliche Kunst und etablierte Kunst ein.
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Die neue Herausforderung heißt: Kunst für das iPad. Auf der 30. Art Brussels, die am Sonntag zu Ende ging, konnte man gleich drei Künstler entdecken, die sich das neue Medium zu Nutze machen: bei Grimm, Jerome Zodo und Anita Beckers.

Am beeindruckendsten waren die „Porträts“, die Alex Verhaest mit Schauspielern in Interieurs am Stand der Amsterdamer Galerie Grimm inszenierte. Der Betrachter muss einige Zeit vor dem gerahmten iPad stehen, um zu bemerken, dass sich die vom Schicksal geschlagenen Gestalten bewegen. Das schnelle Medium iPad wird zum Kunstwerk durch Langsamkeit und Geduld. Die Porträtierten bleiben rätselhaft. Auch wenn die erst 27-jährige Künstlerin alles so arrangiert, dass im Kopf des Betrachters ein ganzer Kinofilm abläuft ( Ed 5, einzeln 4.500 Euro incl. iPad).

Wenn man die Art Brussels mit der wieder erstarkten Art Cologne vergleicht, dann wäre das ein charakteristischer Unterschied: Brüssel ist jünger, experimenteller und manchmal verwegen nah an Basteleien, wie man sie von Akademierundgängen kennt. Die Art Brussels meldet gute Umsätze und 31.000 Besucher. In Köln waren es allerdings mehr als doppelt so viele Besucher. Der Umsatz dürfte am Rhein höher liegen, ist doch auch das Preisniveau in Köln wesentlich breiter gesteckt. Um den Spagat zu vermeiden, wünscht sich so mancher Besucher oder Galerist, dass die Art Cologne wieder auf den Herbsttermin rückt.

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