Auktionshaus Neumeister
Preissprung für Zeichnungen von Eduard Thöny

Mit ausgewählten Werken aus den Bereichen Kunsthandwerk, Skulpturen, Schmuck sowie Alte und Neue Meistern feierte das Münchner Auktionshaus Neumeister am 30. November die 350. Auktion. Es gab Ausfälle und auch überraschend gute Preise.
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MÜNCHEN. Einen unerwarteten Höhenflug absolvierten in der Abendauktion fünf Gemälde von Personifikationen der "Fünf Sinne" von Petrus Staverenus. Der Geldzähler steht in dem Barockbild für den Hörsinn. Bei 107 000 Euro (netto) fiel der Hammer nach einem feurigen Bietgefecht für die je 16 x 12 cm großen Holztafeln, das der im Saal anwesende Agent eines griechischen Reeders gegen einen Telefonbieter für sich entschied. 8 000 Euro waren für die kleinen Werke des um 1650 in Den Haag erwähnten Künstlers erwartet worden.

Eine Zeichnung für 11 000 Euro

Bei der 900 Werke umfassenden großen Auktion am 1. Dezember sorgten zwei Zeichnungen von Eduard Thöny für Spannung. Die mit je 400 Euro taxierten Werke wurden mit 11 000 und 10 000 Euro zugeschlagen. Einen gewaltigen Preissprung absolvierten auch zwei Stadtansichten aus der Nachfolge Bernardo Bellottos mit Ansichten von Venedig und Rom, die auf 34 000 Euro und 29.000 Euro kamen (Taxe je 4 000). Weitere hohe Zuschläge der Auktionsfolge galten mit 25 000 Euro einem farbigen Rundbild aus Keramik mit einem Imperatorenportrait, das dem Florentiner Giovanni della Robbia zugeschrieben ist (Schätzpreis 28 000 Euro) sowie bei den Alten Meistern dem Gemälde" Jupiter nähert sich Callisto in Gestalt der Diana" von Jan Pauwel Gillemans mit 10 000 Euro (8 000).

Gut nachgefragt waren auch die drei Portraits von Bayerischen Invaliden und Ortsvorstehern von Carl Spitzweg, die sich ein Telefonbieter sicherte. 20 000 Euro bewilligte er für den "Major Loreck" - Spitzweg hielt hier seinen Neffen in Öl auf Papier fest (Taxe 20 000 Euro). Spitzwegs Gemälde "Neue Zeit", das mit 125 000 Euro höchst taxierte Werk der Auktion, wurde unter Vorbehalt zugeschlagen.

Zu hohe Schätzpreise

In allen Sparten erwiesen sich einige Taxen als zu idealistisch angesetzt. Etliche Werke wurden daher unter Vorbehalt zugeschlagen, etwa der überwiegende Teil der Meissener Porzellanfiguren- und Tiere oder gingen zurück, wie die mit 30 000 Euro taxierte Prunk-Deckelvase mit Sockel, die in der Meissener Manufaktur um 1900 gefertigt wurde.

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