Bayerischer Filmpreis
Oscar-Hoffnung Wim Wenders mit Ehrenpreis gewürdigt

Oscar-Hoffnungsträger Wim Wenders ist beim Bayerischen Filmpreis mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ausgezeichnet worden. Den höchstdotierten Preis teilten sich „Hotel Lux “ und „Halt auf freier Strecke“.
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MünchenDer neue Film von Regisseurin Doris Dörrie mit dem Titel „Glück“ ist schon vor seiner Weltpremiere auf der Berlinale preisgekrönt. Dörrie erhielt am Freitag beim Bayerischen Filmpreis in München für ihr neues Werk über die eigentlich unmögliche Liebe zweier Außenseiter, das auf der Berlinale uraufgeführt wird und am 23. Februar in die Kinos kommt, den mit 10.000 Euro dotierten Regiepreis. Wer Dörries Film „Glück“ sehe, werde darin all ihr Können wiederfinden, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Den Produzentenpreis, die mit 200.000 Euro höchstdotierte Auszeichnung des Abends, teilen sich „Hotel Lux “ und „Halt auf freier Strecke“. Die Juroren würdigten „voller Respekt“ das Risiko der Produzenten von „Hotel Lux“, Geschichte einmal anders zu erzählen. In „Halt auf freier Strecke“ träfen Kino und Leben aufs Schmerzlichste aufeinander und ließen den Zuschauer sprachlos zurück, urteilte die Jury.

Das Team von „Halt auf freier Strecke“, einem Film über das Sterben eines Familienvaters, konnte auch noch eine zweite Auszeichnung bejubeln: Milan Peschel und Steffi Kühnert erhielten einen Preis als beste Darsteller: „Der Zuschauer ist von ihrer beider Spiel erschüttert und zu Tränen gerührt“, lobten die Juroren. Für ihre „große Schauspielkunst“ in „Eine ganz heiße Nummer“ wurde Bettina Mittendorfer zur besten Darstellerin gekürt.

Die Filmpreise - symbolisiert durch die Porzellanfigur „Pierrot“ - wurden im Münchner Prinzregententheater dieses Mal in 14 Kategorien vergeben. Als bester Kinderfilm wurde die 3D-Produktion „Wickie auf großer Fahrt“ ausgezeichnet. „Eine Geschichte voller Tempo, mit überraschenden Wendungen, vielen kleinen und großen Gags und spektakulären Bildern“, befand die Jury. Der Drehbuchpreis ging an Christian Zübert für „Dreiviertelmond“, der Dokumentarfilmpreis an Arnon Goldfinger für „Die Wohnung“.

Ebenfalls zwei Auszeichnungen heimste der Film „Lollipop Monster“ ein. Hannes Hubach erhielt den Preis für Bildgestaltung, Jella Haase wurde für ihre Rollen in „Lollipop Monster“ und „Kriegerin“ als beste Nachwuchsdarstellerin geehrt. Den Publikumspreis erhält Simon Verhoeven für seine zweite „Männerherzen“-Komödie. Die Zuschauer von „Kino Kino“, dem Filmmagazin im Bayerischen Fernsehen, sowie die Hörer des Radiosenders Bayern drei hatten „Männerherzen... und die ganz, ganz große Liebe“ aus den fünf erfolgreichsten deutschen Kinofilmen des vergangenen Jahres ausgewählt.

Für seine herausragenden Leistungen für den deutschen Film wurde Regisseur Wim Wenders („Der Himmel über Berlin“, „Pina“) mit dem Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Horst Seehofer würdigte den 66-Jährigen als „einen unserer ganz großen Filmkünstler“. Mit seiner „einzigartigen und unverwechselbaren Bildsprache und Erzählweise“ lehre er die Zuschauer eine neue Art des Sehens und gebe dem Film in Deutschland herausragende Impulse. Bei der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen am Dienstag könnte Wenders mit seiner 3D-Tanzproduktion „Pina“ gleich in zwei Kategorien dabei sein: bester ausländischer Film und bester Dokumentarfilm.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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