Begehrtester Filmpreis der Welt
„Sophie Scholl“ für einen Oscar nominiert

„Sophie Scholl - Die letzten Tage“ ist in Los Angeles für einen Oscar nominiert worden. Damit hat erneut ein deutscher Film die Chance, die Trophäe in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ zu gewinnen. Der unkonventionelle Western „Brokeback Mountain“ hat die meisten Oscar-Nominierungen bekommen.

HB LOS ANGELES. Der Film von Marc Rothemund zeichnet die letzten sechs Tage im Leben der Widerstandskämpferin Sophie Scholl vor ihrer Hinrichtung durch die Nazis nach. Die langen Dialoge sind überwiegend wörtlich aus den Prozessakten übernommen. In der Titelrolle ist Julia Jentsch zu sehen. Der Film läuft in den USA am 24. Februar an.

Die Nominierung ist nach Ansicht von Drehbuchautor und Koproduzent Fred Breinersdorfer eine Würdigung des deutschen Widerstands gegen das NS-Regime. „Wir sind alle natürlich unglaublich glücklich, um nicht zu sagen aus dem Häuschen“, sagte Breinersdorfer. „Wir empfinden das nicht nur als eine Würdigung unserer Arbeit im Film, sondern auch als eine Würdigung dieser Studenten der Weißen Rose, die nur mit der Kraft ihrer Argumente Widerstand geleistet haben.“

Auch im vergangenen Jahr hatten die Oscar-Juroren einen deutschen Beitrag nominiert, den Hitler-Film „Der Untergang“ von Oliver Hirschbiegel. Er war dann bei der Preisverleihung aber leer ausgegangen.

„Brokeback Mountain“, die von Regisseur Ang Lee in Szene gesetzte Liebesgeschichte von zwei schwulen Cowboys, wurde am Dienstag in Los Angeles für acht Oscars nominiert, darunter die Preise für den besten Film, die beste Regie und die beste männliche Titelrolle. Das Männerdrama „Brokeback Mountains“ erhielt vor zwei Wochen bereits vier „Golden Globe“, darunter auch für das Drehbuch und den Originalsong. Der Film kommt am 9. März in Deutschland in die Kinos. In der Kategorie „Bester Film" konkurriert er mit „Capote“ über den Schriftsteller Truman Capote, dem Gesellschaftsdrama „L.A. Crash“, George Clooneys „Good Night, and Good Luck“ über die Kommunistenverfolgung im Amerika der 50er Jahre und Steven Spielbergs „München“ über die Terroranschläge bei den Olympischen Spielen 1972.

Die hoch gehandelte Johnny-Cash-Biografie „Walk the Line“ ging in der Kategorie bester Film leer aus, doch wurden die Hauptdarsteller Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon für einen Oscar nnominiert. Gleich drei Nominierungen verbuchte George Clooney - neben seiner Regie auch für das Drehbuch von „Good Night, and Good Luck“ und als Nebendarsteller in der Rolle als CIA-Agent in „Syriana“.

Als beste Schauspieler wurden neben Phoenix der „Brokeback Mountain“-Star Heath Ledger, Philip Seymour Hoffman (“Capote“), Terrence Howard (“Hustle & Flow“) sowie David Strathairn (“Good Night, and Good Luck“) berücksichtigt. Bei den weiblichen Stars treffen die bereits mit einem Oscar ausgezeichneten Judi Dench und Charlize Theron auf Felicity Huffman, Keira Knightley und Witherspoon.

Seite 1:

„Sophie Scholl“ für einen Oscar nominiert

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%