Boris Fuchsmann
Der Mann mit der 100-Kilogramm-Goldmünze

Noch gibt es keine Spur der 100-Kilogramm-Goldmünze, die aus dem Berliner Bode-Museum gestohlen wurde. Der Eigentümer des Sammlerstücks ist nach Handelsblatt-Informationen ein Düsseldorfer Immobilienentwickler.
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DüsseldorfDie im Berliner Bode-Museum in der Nacht auf Montag entwendete 100-Kilogramm-Goldmünze gehört nach Handelsblatt-Informationen einem Düsseldorfer Immobilienentwickler: Boris Fuchsmann. Der 70-Jährige hatte die Münze 2010 als Leihgabe dem Berliner Museum überlassen. Fuchsmann ist Kunstsammler und Unternehmer. Er plant und baut unter anderem Luxus-Wohnimmobilienprojekte in Düsseldorf und Umgebung.

Wie genau die Münze versichert ist, wollten weder die Staatlichen Museen zu Berlin noch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz „aus ermittlungstechnischen Gründen“ mitteilen. Alle Ausstellungsobjekte seien aber versichert. Die Berliner Museen haben in Folge des Diebstahls ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft.

Von der in Berlin Goldmünze fehlt am Dienstag noch immer jede Spur. Wie eine Polizeisprecherin auf Anfrage mitteilte, gibt es seit dem Vortag keine neuen Anhaltspunkte. Unbekannte hatten das Geldstück mit einem geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro aus dem Bode-Museum auf der Museumsinsel gestohlen. Berichte, wonach die zwei Zentner schwere und 53 Zentimeter große kanadische Münze vermutlich mit einer Schubkarre abtransportiert wurde, wollte die Polizei nicht bestätigen. „Das ist möglich, aber das ist Täterwissen. Wir halten uns dazu erst einmal bedeckt“, sagte die Sprecherin. In der Nähe des Museums war nach dem Coup in der Nacht zu Montag eine ausziehbare Leiter gefunden worden.

Unterdessen haben die Staatlichen Museen zu Berlin nach dem spektakulären Raub in allen 19 ihrer Museen in der Hauptstadt die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Das sagte ein Sprecher dem „Tagesspiegel“ am Dienstagvormittag. Dazu gehören unter anderem das Pergamonmuseum, die Alte Nationalgalerie, das Alte Museum, das Neue Museum sowie das Kulturforum in Tiergarten. Am Montag hatte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer mitgeteilt: „Wir sind schockiert, dass die Einbrecher unserer Sicherheitssysteme überwunden haben, mit denen wir seit vielen Jahren unsere Objekte erfolgreich schützen.“

Die Polizei hatte am Montag Zeugen dazu aufgerufen, sich bei ihr zu melden. Dabei wollte sie unter anderem wissen, wer rund um das Bode-Museum und den Monbijoupark am Montag zwischen 2.00 und 4.00 Uhr Verdächtige gesehen hat. Gefragt wurde auch, wem größere Mengen Gold angeboten worden seien.

Nach ersten Erkenntnissen kamen die Diebe wohl zwischen 3.20 und 3.45 Uhr über die Bahntrasse, die wenige Meter am Museumsgebäude vorbeiführt. An den Gleisen wurde eine Leiter gefunden. Vermutlich stellten die Täter die Leiter auf einen Sockel des Gebäudes. Auf dem gleichen Weg seien sie dann wohl in Richtung Hackescher Markt über die Gleise entkommen. Wie sie ihre zwei Zentner schwere Beute transportierten, blieb zunächst unklar.

Die 100 Kilo schwere und 53 Zentimeter große „Big Maple Leaf“ mit dem Bild von Königin Elizabeth II. hat einen Nennwert von einer Million kanadischer Dollar (700.000 Euro). Sie wurde 2007 von der Royal Canadian Mint, der königlichen kanadischen Münze, geprägt. Von der Münze gibt es nur fünf Exemplare, die von Investoren gekauft wurden, da Gold als sicheres Anlageobjekt gilt. Neben Fuchsmann zählt die britische Königin Elisabeth II. zu den Eigentümern eines Exemplars. Eine Seite der Münze zeigt drei Ahornblätter – Symbole des Prägelandes Kanada.

Mit Material von dpa.

Kommentare zu " Boris Fuchsmann: Der Mann mit der 100-Kilogramm-Goldmünze"

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  • @Wolfgang Wüs t28.03.2017, 12:53 Uhr

    Ich frage mich, warum man das Original und nicht eine Replik ausgestellt hat.

    Sowohl der Eigentümer, als auch das Museum hätten auf die se Idee kommen können.

  • Naja... zumindetst wurde die Münze nicht per Flugzeug aus der Stadt gebracht...

    :-)

  • @ Marc Hofmann 14.02h

    "Dann hätten sie mal lieber die Münze im Bundeskanzleramt ausgestellt."

    Och, dann hätte de Putzfrau die wahrscheinlich mitgehen lassen...

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