Bruno Ganz überzeugte in der Rolle als Hitler in "Der Untergang"
Erfolgsjahr des deutschen Films

Viel Klamauk und Hitlers Ende lockten 2004 Millionen Deutsche in die Kinos. Allein Bully Herwigs Klamaukparodie „(T)Raumschiff Surprise“ begeisterte mehr als 9 Millionen Zuschauer.

HB FRANKFURT. Deutsche Filme haben 2004 auf ihrem Heimatmarkt so großen Erfolg gehabt wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Mehr als 30 Millionen Kinobesucher strömten zwischen Flensburg und Konstanz in deutsche Produktionen wie „(T)Raumschiff Surprise“, „Der Untergang“ oder „7 Zwerge“. Mit einem Marktanteil von über 20 % wird nicht nur deutlich das Vorjahresergebnis übertroffen, sondern auch die 18,4 % des Jahres 2001 mit Bully Herbigs Riesenhit „Der Schuh des Manitu“.

Auch in diesem Jahr war es wieder Herbig, der mit den 9,1 Millionen Besuchern seiner Klamaukparodie „(T)Raumschiff Surprise“ den größten Beitrag zum außergewöhnlich guten Abschneiden deutscher Streifen beitrug. Herbigs Film war auch der mit Abstand erfolgreichste Film überhaupt im Kinojahr 2004. Komiker Otto Waalkes alberne, aber massenwirksame Märchenparodie „7 Zwerge“ ist die mit bislang rund 6 Millionen Zuschauern zweiterfolgreichste einheimische Produktion.

Doch waren es andere Filme, die sowohl künstlerisch als gelungen gelten, für Diskussionsstoff sorgten und dazu auch kommerziell einträglich waren. Einer davon war Fatih Akins Migrantendrama „Gegen die Wand“, das bei der Berlinale mit dem Hauptpreis des Goldenen Bären ausgezeichnet wurde. Der repräsentative deutsche Film des Jahres war zweifellos die von Bernd Eichinger produzierte Großproduktion „Der Untergang“. Mit bislang 4,5 Millionen Zuschauern hat das gewagte, mit hohem Aufwand verbundene Werk mit dem überragenden Bruno Ganz in der Hitler- Rolle alle Erwartungen übertroffen.

Erstmals seit elf Jahren war mit Hans Weingartners „Die fetten Jahre sind vorbei“ wieder eine deutsche Produktion im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes vertreten. Zwar errang die Geschichte keinen Preis, doch durchaus jene internationale Anerkennung, nach der sich der deutsche Film so sehr sehnt.

Der wahrscheinlich profitabelste deutsche Film 2004 war die freche Satire „Muxmäuschenstill“ mit rund 300 000 Zuschauern.

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