Diagnose der Gegenwart
Das Ende des Westens, wie wir ihn kennen

PremiumSeit Donald Trump die liberale Weltordnung aus den Angeln hebt, hat die Untergangsliteratur wieder Konjunktur. Richard Haass und Edward Luce bieten eine düstere Analyse der Gegenwart.

BerlinRichard Haass hat das Chaos kommen sehen – auch wenn er Anfang November vergangenen Jahres nicht damit gerechnet hat, dass Donald Trump ins Weiße Haus einziehen und die internationale Ordnung innerhalb von wenigen Monaten auf den Kopf stellen würde. Im Januar veröffentlichte Haass, der ehemalige Sicherheitsberater von George Bush senior sein Buch unter dem Titel „Eine Welt in Unordnung“. Und obwohl Haass den Unruhestifter Trump und dessen chaotische Außenpolitik dabei noch nicht einkalkulieren konnte, gehört seine Analyse der geopolitischen Zeitenwende zum Besten, was dazu bislang geschrieben wurde.

Für Haass ist Trump ohnehin eher ein Katalysator eines Weltbebens, das lange...

 
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