Premium Die Elbphilharmonie – Das Prinzip Magnet am Wasser

Mit sieben Jahren Verspätung eröffnet im Januar die Hamburger Elbphilharmonie. Die Baukosten haben sich in dieser Zeit verzehnfacht, das Projekt galt lange als Millionengrab. Und trotzdem dürfte es sich am Ende lohnen.
Lange Zeit eine Schande, nun der Stolz Hamburgs. Quelle: Martin Haake für Handelsblatt Magazin
Illustration der Elbphilharmonie

Lange Zeit eine Schande, nun der Stolz Hamburgs.

Der Hamburger an sich ist nicht gerade für Größenwahn bekannt. Man gibt sich bescheiden, nüchtern, nordisch zurückhaltend. Doch vor 15 Jahren, als die Idee aufkam, ein kulturelles Monument in den Elbschlamm zu stampfen, war es mit aller stadtplanerischen Contenance dahin. In die Liga der zehn weltbesten Konzerthäuser wollte man aufsteigen, gleichziehen mit Sydney. Plötzlich musste alles ein Superlativ sein: der berühmteste Akustiker (Yasuhisa Toyota aus Japan), die längste Rolltreppe Europas (aufwendig gebogen), die ausgefallenste Fassade (alle 1.100 Elemente Unikate).

 

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