Dorotheum
Gefragte Maskerade

PremiumDas Dorotheum verzeichnet einen Umsatzrekord für die Moderne. Außerordentlich gefragt war James Ensors wiederentdeckte dritte Version der „Taufe der Masken“.

WienMasken und Skelette bevölkerten seit den frühen 1880er-Jahren die Bildwelt des belgischen Künstlers James Ensor. Von 1887 an, in jenem Jahr, als sowohl sein Vater als auch seine Großmutter verstarben, waren sie fixer Bestandteil seines Motivrepertoires. Vordergründig zitierten sie die Karnevalstradition seiner Heimatstadt Ostende und die skurrile Atmosphäre im familieneigenen Souvenir- und Kuriositätenladen, im Laufe der Jahre gewann jedoch der symbolische Gehalt an Bedeutung. In den ersten Werken verbergen und übertreiben die maskierten Gestalten eine Realität, die Ensor als zu hässlich und grausam empfand, in den nachfolgenden dominieren die Nichtigkeit und Absurdität der Welt.

Beispielhaft dafür steht die „Taufe...

 
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