Facebook-Diskussion
Konstantin Wecker provoziert Gema-Gegner

Rund 400 Kommentare und 1.000 „Likes“ – mit seinem provokanten Statement zur Gema hat Konstantin Wecker im Netz eine kontroverse Debatte ausgelöst. In den Kommentaren geht es zwischen Befürwortern und Gegnern hoch her.
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„'Gema fort', 'Gema stinkt', 'Gema-Verbrecher' –  das erinnert mich fatal an 'Ausländer raus'. Dumme und populistische Parolen, die zu nichts führen“, mit diesem provokanten Satz beginnt ein Statement, das Kostantin Wecker auf seiner Facebook-Page gepostet hat.

Auf – umgerechnet – gut einer DinA 4-Seite erklärt der deutsche Musiker und Komponist, warum er die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, die als staatlich anerkannte Treuhänderin die Rechte von Komponisten, Textern und Musik-Verlegern vertritt, unterstützt: „Vor einigen Monaten habe ich meine Rente eingereicht und werde in etwa stolze 200 Euro pro Monat vom Staat bekommen. Ohne Gema hätte ich keine Alterssicherung und keine Sozialleistungen für den Notfall.“  Wenn er einmal nicht mehr in der Lage sei, über hundert Konzerte im Jahr zu spielen, könne er ohne diesen Verein nicht leben, schreibt Wecker.

Der 65-Jährige bezieht damit deutlich Stellung pro Gema. Die war in den vergangenen Wochen zunehmend in die Kritik geraten, weil sie ihre Gebührenordnung ändern will. Diskotheken-Besitzer aus ganz Deutschland kritisieren die Pläne: Manche Betreiber müssten das Fünffache zahlen, so der Bundesverband deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT), der vor einem Aus für Lokale warnt und gegen die Gema klagen will.

In seinem Facebook-Statement hält Konstantin Wecker dagegen: Es herrsche zwar durchaus Diskussionsbedarf und auch die neuen Regelungen „sollten nicht in Stein gemeißelt sein.“ Aber  die Gema sei „für zahllose Komponisten und Textdichter, die nie selbst auftreten, die einzige Einnahmequelle“, das dürfe man nicht vergessen.

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Kommentare zu " Facebook-Diskussion: Konstantin Wecker provoziert Gema-Gegner"

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  • Wer von diesen Kommentatoren hier hat Hintergrundwissen zur Tarifanpassung?

  • Lieber Herr Wecker, hätten sie mal was freiwillig in eine Rentenkasse oder Rentenversicherung einbezahlt, wie die "normalsterblichen" das auch machen, dann hätten sie auch eine ausreichende Rente!

  • Es ist bedenklich, wenn auch verständlich, das Künstler, die sich in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Gema befinden, diese stützen.
    Aber letztlich ist das keine Argument für die Gema und ihren mafiösen Apparat.
    Mit der gleichen Begründung könnte schließlich ein Mafiamitarbeiter die Mafia verteidigen.

    Selbstverständlich muss ein Urheberschutz legitime Interessen der Urheber schützen. Weckers Einlassungen sagen aber nichts darüber, ob dies nicht besser und fairer gestaltet werden kann.
    Über die Fragwürdigkeiten der planwirtschaftlichen Gebührenerhebung sagt Wecker nichts.
    Für einen Sänger, der eher kritischen Töne ist das arg schmalbrüstig.

    H.

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