Friedrich Christian Flick
Berlin wird zum zweiten Mal beschenkt

Runde Geburtstage im fortgeschritteneren Alter kommen nicht selten Museen zu Gute. Jetzt macht Friedrich Christian Flick den Staatlichen Museen in Berlin zu seinem Siebzigsten ein Geschenk. Sie erhalten für den Hamburger Bahnhof über 100 Werke zeitgenössischer Kunst.
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BerlinDie Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin ist zum zweiten Mal in den Genuss einer umfangreichen Schenkung von Friedrich Christian Flick geworden. Anlässlich seines 70. Geburtstages schenkte der Sammler dem Haus 104 Werke zeitgenössischer Kunst. Bereits 2008 hatte er dem „Museum für Gegenwart“ im Hamburger Bahnhof 166 Werke überlassen. Die Dauerleihgabe Flick mitgerechnet kann die Nationalgalerie damit über 1.500 Werke aus der Flick Collection verfügen.

„Dass Friedrich Christian Flick die Nationalgalerie erneut mit über 100 Werken des 20. und 21. Jahrhunderts beschenkt, ist ganz außerordentlich und steht für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Sammler und dem Museum“, heißt es in einer ersten Stellungnahme von Hermann Parzinger, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Von einer wichtigen „Geste zum richtigen Augenblick“ spricht Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen. Dass „eine konzentrierte Sammlungsarbeit“ trotz mangelnder Ressourcen „immer noch erfolgreich geleistet werden kann“, betont Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie.

Akzente mit Medienkunst

Werke von 50 international bekannten Künstlern stehen auf der Liste der Schenkung, darunter raumgreifende Installationen, die den bereits existierenden Schwerpunkt bedeutender Künstlerräume substanziell bereichern. Unter ihnen findet sich eine Rauminstallation mit Aluminiumrohren und blauen Kunststofffässern von Jason Rhoades („Sutters Mill“, 2000), Katharina Fritschs weiß gekälkte „Messekoje mit vier Figuren“ (1985) und Manfred Pernices aus Holz zusammengeschusterte „Wall, Wohn- und Wachanlage“ von 1997/98.

Akzente setzen Arbeiten, die für die Geschichte der Medienkunst wichtig sind, darunter ein 2003 gedrehter 35 mm-Film von Rodney Graham und eine auf Video aufgezeichnete Knetanimation von Nathalie Djurberg & Hans Berg aus dem Jahre 2004. die bekannte Videoinstallation „The Best Animals Are the Flat Animals“ (1998) von Diana Thater und farbige Fotoarbeiten von Thomas Struth (1989) und Cindy Sherman (1994).

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