Gesellschaftspiele
Palastbau im historischen Florenz

Wir befinden uns im Florenz des 15. Jahrhunderts. Unter den reichen Familien der Stadt ist ein Wettstreit entstanden, wer wohl am bedeutendsten und am mächtigsten ist. Geld alleine reicht für das Image nicht aus, ein ordentlicher Palast muss her. Also sind unsere Baumeisterfähigkeiten gefragt, denn nun gilt es, den prächtigsten „Palazzo“ der ganzen Stadt zu bauen.

DÜSSELDORF. Der Baugrund ist planiert, die Handwerker stehen bereit, wir können loslegen. Was aber macht einen idealen Palazzo aus? Vorzugsweise besteht er aus nur einer Steinsorte, ist möglichst hoch und hat viele Fenster. Also machen wir uns auf in die Steinbrüche rund um die Stadt und suchen das passende Material. Leider ist der Bau eines Palazzo gar nicht so leicht. Für jedes Stockwerk gilt es, die richtige Steinsorte zu finden. Mischen wir verschiedene Sorten, sinkt der Wert des Gebäudes.

Und nicht immer gelingt es, mehrere Fenster einzubauen. Zu allem Überfluss verlangen die verschiedenen Steinbrüche auch verschiedene Währungen. Wohl dem, der nicht nur mit Steinen, sondern auch mit seinem Geld gut umgehen kann. Ganz entscheidend, das zeigt sich schnell, ist der Kauf der Bauteile. In den Steinbrüchen liegen immer komplette Angebote mit mehreren Bauteilen. Nicht immer passen sie zu unserem Bauvorhaben, deshalb ist es auch mal sinnvoll, im Lager etwas teurer aber dafür gezielter einzukaufen. Findet sich auch dort nichts, ist die dritte Option sinnvoll – Geld verdienen und damit die Kasse auffüllen.

Versteigert der nächste Spieler eine Ladung Steine haben wir beste Möglichkeiten, dort fündig zu werden. Auf diese Weise entstehen die Fundamente unserer ersten Palazzi. Das Erdgeschoss steht, das zweite Geschoss mit vielen Fenstern kommt dazu. Haben wir gut geplant, können wir alle Geschosse bauen, bei steter Geldknappheit werden wir den Bau etwas beschleunigen und auch mal ein Geschoss auslassen.

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Geldknappheit, der Mangel an passenden Bauteilen und die lästige Vorschrift, dass wir ersteigerte Bauteile sofort verbauen müssen, bestimmen bei Palazzo unser Spiel. Die Bauregeln sind einfach: Wir bauen vom Erdgeschoss aufwärts, wobei wir Zwischengeschosse auch weglassen dürfen. Je höher ein Palazzo ist, je reiner die Wahl der jeweiligen Sorten und je mehr Fenster er hat, desto mehr Punkte gibt es.

Palazzo ist ein Rechenspiel, das nur ganz zufällig in Florenz gelandet ist. Geschadet allerdings hat ihm die Rahmengeschichte nicht, denn die Steinbrüche sind ebenso schön gestaltet wie die Gebäudeteile, aus denen nach und nach hübsche kleine Palazzi entstehen. Strategisch nicht zu anspruchsvoll ist „Palazzo“ eine wunderbare Alternative, wenn für das richtig „große“ Spiel eigentlich nicht genug Zeit und vielleicht auch Lust vorhanden ist.

Palazzo
Alea-Spiele, Bernau
2 – 4 Spieler ab 10 Jahren
ca. 60 min
ca. 18 Euro

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