Gurlitt-Sammlung
Bundesregierung fordert Klarheit über Kunstfund

Nach dem Kunstfund in München muss die Herkunft der Werke noch bestimmt werden. Nun schaltet sich auch die Bundesregierung in den Fall ein. Sie verlangt öffentliche Aufklärung – und zwar schnell.
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BerlinNach dem spektakulären Kunstfund in München drängt die Bundesregierung darauf, möglichst schnell Klarheit über die Herkunft der Werke zu schaffen. Jüdische Organisationen fragten zurecht, ob auch Werke zu dem Fund gehören, die etwaigen früheren Besitzern während der NS-Zeit unrechtmäßig entzogen wurden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Und sie wollten es „bald wissen“, fügte Seibert hinzu.

Bei Werken, bei denen es Hinweise auf einen unrechtmäßigen Entzug gebe, müssten die entsprechenden Informationen öffentlich gemacht werden, sagte Seibert weiter. Es müsse ein rechtsstaatliches Verfahren zur Veröffentlichung gefunden werden, und zwar unabhängig vom laufenden Strafverfahren.

Bei einem Treffen von Vertretern des Bundes und des Freistaates Bayern mit den Ermittlern in der vergangenen Woche sei vereinbart worden, dass die Recherchen zur Herkunft „wesentlich zügiger“ vorangebracht werden müssten. Einzelheiten zum weiteren Verfahren sollten noch in dieser Woche bekanntgegeben werden.

Der Fall des Kunsthändler-Sohnes Cornelius Gurlitts sorgt seit gut einer Woche für weltweites Aufsehen. Die Staatsanwaltschaft in Augsburg führt ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Unterschlagung gegen den Sohn des in den 50er Jahren verstorbenen Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt. In diesem Zusammenhang wurden im vergangenen Jahr mehr als 1400 Bilder aus Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt. Das lange Schweigen der Ermittler hat inzwischen für Kritik gesorgt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • In Deutschland kann man nur für Steuervergehen bestraft werden.(Außer man ist Politiker).Mörder kommen nach 5 Jahren frei.

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