Highlights Internationale Kunstmesse München
Italienische Messe dockt an

Im Herbst ist Saison für die deutschen Antiquitätenmessen. Drei finden allein in München statt und in diesem Jahr endlich mit aufeinander abgestimmten Laufzeiten. Als erste gibt nun die Highlights ihre Teilnehmerliste bekannt.
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MünchenEs ist Sommerzeit, und wenn man einmal von den „Bamberger Antiquitätenwochen“ absieht, deren Eröffnung am 21. Juli kurz bevorsteht, noch eine gefühlte Ewigkeit bis zum Herbst. Dann aber, Ende Oktober, beginnt in Deutschland die Saison der Antiquitätenmessen. Als Erster wagt sich nun die „Highlights Internationale Kunstmesse München“ aus der Deckung, um nicht nur ihre Laufzeit vom 28. Oktober bis zum 1. November 2015, sondern auch ihre Teilnehmerliste bekannt zu geben.

Veranstaltungsort ist wie gehabt der Kaiserhof der Münchener Residenz.

Mit 57 Ausstellern hat die ambitionierte Veranstaltung gegenüber dem Vorjahr (48) deutlich zugelegt. Möglich macht es die langfristig angelegte Partnerschaft mit der Biennale Internazionale dell’ Antiquariato (BIAF) von Florenz. Eine Kooperation, deren Ursprung die Messemacher kühn in den historischen Beziehungen zwischen den Wittelsbachern und Medici verankert wissen wollen.

Hoffnungen und Dementis

Etwas nüchterner betrachtet sieht die Kooperation so aus: Die Biennale von Florenz bringt sich in München mit (inzwischen) zwölf Teilnehmern ein, die ihr Glück an einem Gemeinschaftsstand im Zentrum der Messe suchen; dort, wo in den Vorjahren die auf Meissen-Porzellan spezialisierte Kunsthandlung Röbbig Glanz entfaltete. Im Gegenzug wird die Highlights schon in diesem Jahr mit einer Abordnung von elf Ausstellern an der BIAF teilnehmen, ebenfalls an einem Gemeinschaftsstand (26. September bis 4. Oktober 2015). 2016 kommen die italienischen Aussteller der BIAF wieder nach München.

Gerüchte aus Händlerkreisen, die Highlights-Ausgabe 2015 sei zwischenzeitlich im März bereits einmal abgesagt worden, werden von Pressesprecherin Raffaela von Salis als grundlos bezeichnet. Wohl habe man vorübergehend über einen Biennale-Rhythmus nachgedacht.

Die Händler ihrerseits freuen sich auf ihre Teilnahme an der BIAF in dem wie immer prächtigen Rahmen. Über schlechte Geschäfte in Italien können sich offenbar viele von ihnen nicht beklagen. Georg Laue zufolge haben viele gute Kunden in Italien. In London wurden jüngst aber auch andere Stimmen laut. Dort kamen die italienischen Altmeistergalerien anlässlich der „London Art Week“ mit der Hoffnung an die Themse, dort bessere Geschäfte machen zu können als in ihrem von der Eurokrise gezeichneten Heimatland.

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Italienische Messe dockt an

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Konkurrenz durch die Frieze Masters

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