Hundertwasser-Haus verkommt zur Schrottimmobilie
Leise bröckelt die Kunst

PremiumWiens berühmtes Hundertwasser-Haus verrottet. Auch die Fassade müsste dringend gestrichen werden. Eine umfassende Renovierung ist nicht geplant. Angeblich ist dies im Sinne des verstorbenen Meisters.

WienMenschentrauben aus Südkorea, Spanien und der Slowakei umlagern bereits am frühen Morgen das Hundertwasserhaus. Um die Ecke am Donaukanal reihen sich die Reisebusse wie an einer Perlenschnur. Das von dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser, der eigentlich Friedrich Stowasser hieß, zusammen mit dem Architekten Josef Kravina geschaffene Wohnhaus ist ein Touristenmagnet.

Unablässig klicken Smartphones und Kameras. Neben Hofburg und Stephansdom ist das einstige Pilotprojekt des ökologischen Sozialbaus ein Muss für jede Touristentour durch die österreichische Donaumetropole.

Doch mancher der Zuschauer, der das Haus mit den verkauften Postkarten vergleicht, ist enttäuscht. „Ich habe mir das Haus farbenfroh vorgestellt“, sagt ein Madrilene...

 
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