Interview
„Liszt war eine sehr zerrissene Persönlichkeit"

Die Pianisten und Intendanten Eduard und Johannes Kutrowatz haben am Geburtsort von Liszt ein Festival begründet. Im Gespräch beschreiben sie wenig bekannte Seiten des Genies - als Wohltäter, Frauenheld und Alkoholiker.

Raiding/WienLiszt gilt vielen Musikfreunden als schwer zugänglich, spröde oder rein virtuos. Kann ein Jubeljahr solche Sichtweisen verändern?

Eduard Kutrowatz: „Gegen dieses Vorurteil kann man nur mit den besten Interpretationen und den besten Künstlern angehen. Dann wird er auch verstanden, und so können wir Liszt allmählich den Platz einräumen, der ihm gebührt. Das ist für uns der Startschuss für ein neues Liszt-Bild. 200 Jahre nach seiner Geburt ist die Zeit reif, um ihn auch als den modernen Komponisten wahrzunehmen, der er ist. Der Missbrauch des Werkes durch die Nationalsozialisten hat auch dazu beigetragen, dass der Stellenwert Liszts im Konzertgeschehen so...

 
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