John Lennon
Einer, der die Welt retten wollte

Am 8. Dezember 1980 starb John Lennon, niedergeschossen auf der Straße, vor seiner Wohnung. Sein Tod ist Legende und Futter für Verschwörungstheorien. Ein Blick auf Lennons Leben mit und ohne Beatles.

LondonMit „Imagine“ und „Give Peace a Chance“ schuf John Lennon Hymnen der Friedensbewegung – und wurde selbst Opfer eines Gewaltverbrechens. Am 8. Dezember 1980 wurde der 40 Jahre alte Ex-Beatle auf dem Bürgersteig vor seiner New Yorker Wohnung niedergeschossen und starb wenige Minuten später.

Der Schütze, Mark David Chapman, wartete am Tatort und ließ sich widerstandlos festnehmen. Der offenbar geistig verwirrte Musiker war besessen von Lennon und hatte dem Star seit längerem nachgestellt. Beim Mord hatte er Kassetten mit 14 Stunden Beatles-Musik dabei und sagte später: „Ich war ein Niemand, bis ich den wichtigsten Jemand der Welt umbrachte.“

Die schockierende Nachricht vom gewaltsamen Tod des Pazifisten verbreitete sich schnell. Überall trafen sich Fans, spielten Lennons Musik und sangen seine Lieder. Die Verkaufszahlen seiner Soloalben schnellten in die Höhe. Auch die von Lennons Frau Yoko Ono wurden plötzlich Hits. Blickfänger ihrer Platte „Season of Glass“ war später die mit Blutspritzern beschmierte Brille Lennons. Der zu lebenslanger Haft verurteilte Chapman sitzt bis heute hinter Gittern. Alle Anträge auf Bewährung wurden abgelehnt – auch weil sich Ono stets vehement gegen eine vorzeitige Haftentlassung einsetzte

John Lennon wäre jetzt 75 geworden – doch was täte er überhaupt, würde er heute noch leben? Wäre er im Aschram oder bei den Grünen? Sicherlich würde er nicht mehr für den Frieden im Bett liegen? Aber mit Yoko Ono wäre er bestimmt noch zusammen?

Im Rückblick scheint alles wie in Nebel gehüllt. Tief ist der Brunnen der Zeit. Auf Youtube spukt er noch immer herum. Singt „Imagine“ - ein Jungengesicht, mit Nickelbrille, die Stimme elegisch. Natürlich handelt der Song vom Weltfrieden. Mit kleinen Dingen hat sich John Lennon nie abgegeben.

Dass der Ober-Beatle nicht wirklich ermordet wurde, meinen manche Fans schon seit langem zu wissen. Kann da ein Twitter-Account John Lennon als letzter Beweis gelten? Auch in der Politik ist der Genius aus Liverpool präsent: So sang Shakira neulich vor der UN in New York, natürlich wieder „Imagine“, natürlich ging es um die Rettung der Welt.

Auch Yoko Ono, die äußerlich kaum gealterte Performance-Künstlerin und Lennon-Witwe, will anlässlich seines 75. Geburtstages (9. Oktober) etwas ganz, ganz Großes inszenieren. Am Central Park in New York sollen sich die Fans treffen, das größte je dagewesene Peace-Zeichen bilden. Fantastisch!

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Die Beatles, die Haare, der Hype und Yoko Ono

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