Juwelenauktionen
Prächtige Preise für Prunkstücke

Juwelen erleben eine seit Jahren nicht gesehene Konjunktur. Die Genfer Auktionen bescherten Aufsehen erregende Rekorde. Begehrt war vor allem kostbarster farbiger Schmuck.
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GenfSotheby's und Christie’s Juwelenversteigerungen vom 17. und 18. Mai brachten Ergebnisse, wie seit Jahren nicht mehr. Eingenommen wurden 120 Millionen Euro für 698 verkaufte Lose mit Diamanten, Edelsteinen und Juwelen. Die Verkaufsquoten lagen bei 90 und 84 Prozent. Den höchsten Preis der Woche verzeichnete dabei die von Sotheby’s ausgebotene prachtvolle historisierende Smaragd- und Diamantentiara  aus dem Besitz der Prinzessin Katharina Henckell von Donnersmack (17. Mai). Den mit elf birnenförmig-mugelig geschliffenen kolumbianischen Smaragden ausgestatteten Schmuck sicherte sich ein anonymer Telefonbieter für 11,3 Mllionen Franken oder 9,2 Millionen Euro. Sein Gesamtgewicht beträgt über 500 Karat.

Der Geschmack verlangt Orientalisches

Das machtvolle Comeback schönster Farbsteine wird vom orientalischen Juwelengeschmack getragen. Es setzte sich am nächsten Abend in der Christie’s-Auktion fort. Hier zahlte den höchsten Preis der Londoner Starjuwelier Laurence Graff. Er setzte durchaus schätzungsgemäße 9,6 Millionen Franken oder 7,7 Millionen Euro für ein lupenreines D-farbenes Diamantherz von 56,15 Karat des Typs 2A ein. Weit größeres Aufsehen erregten aber die 6,3 Millionen Franken oder 5 Millionen Euro für einen alten, in einer Diamantenentourage als Brosche gefassten kissenförmig facettierten Burma-Saphir von 130,5 Karat. Bieter war das New Yorker Juwelenhaus Ben Mellen & Son. Die Summe entspricht dem Fünffachen der mittleren Taxe und einem Karatpreis von 55.000 Dollar, ein Auktionsrekordpreis für einen Saphir.

Einen ähnlich spektakulären Auktionsrekord für ein indisches Juwel hatte Christie’s kurz davor erzielt. 4,6 Millionen Franken oder 3,7 Millionen Euro wurden für ein historisches, zum Teil im frühen 17. Jh. graviertes Spinellhalsband geboten. 1132 Karat oder 226 Gramm Gesamtgewicht bringt das mit elf polierten tiefroten Spinellen besetzte Schmuckstück auf die Waage.

Schwäche für fancy-farbene Diamanten

Schließlich durften in diesem Farbenrausch natürlich auch die fancy-farbenen Diamanten nicht fehlen: So wechselte bei Christie’s ein lupenreiner fancy-intensiv blauer Rechteckschliffdiamant von 6,6 Karat für 4,8 Millionen Franken oder 3,8 Millionen Euro den Besitzer. Das entspricht einem Karatpreis von 828.000 Dollar, während Sotheby’s für einen VS1-reinen rechteckigen fancy intensiv rosa Typ 2A-Diamanten von 10,99 Karat schätzungsgemäße 9,6 Millionen Franken oder 7,8 Millionen Euro oder 986.000 Dollar pro Karat einnahm.

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