„King of Pop“
Ärzte wenig kooperativ bei Jackson-Ermittlungen

Dass der Mord-Verdacht im Fall des verstorbenen Popstars Michael Jackson weiter Bestand hat liegt offenbar auch an Jackson Ärzten. Laut US-Medienberichten sperren sich gegen die Ermittlungen der Polizei.

HB LOS ANGELES. Der gewöhnlich gut informierte Internetdienst tmz.com schrieb am Montag, dass der Hautarzt und langjährige Vertraute von Jackson, Dr. Arnold Klein, der Aufforderung nach Herausgabe aller Unterlagen über seinen prominenten Patienten bisher nur teilweise nachgekommen sei. Im Mittelpunkt der polizeilichen Untersuchung stehe aber der Leibarzt Conrad Murray, der den Popstar nach seinem Kollaps am 25. Juni noch wiederzubeleben versucht hatte, berichtete tmz.com unter Hinweis auf Informationen aus Ermittlerkreisen.

Demnach gibt es Anzeichen dafür, dass Murray dem medikamentensüchtigen Sänger das Narkosemittel Propofol verschafft hat, das nur zur Anästhesie in Krankenhäusern verabreicht werden darf. Laut tmz.com liegt den Ermittlern Beweismaterial vor, nach dem Jackson kurz vor seinem Herzversagen eine Propofol-Injektion erhalten hatte. Auch dafür, dass Dr. Murray ihm die Spritze gab, soll es Beweise geben. Verdächtig kommt den Ermittlern weiterhin vor, dass der Leibarzt 20 Minuten von Jacksons Kollaps bis zum Notruf verstreichen ließ. Da Dr. Murray die genaue Adresse des von Jackson gemieteten Hauses nicht bekannt war, vergingen schließlich 30 Minuten, bis die Notrufzentrale über den Ruf 911 alarmiert und um sofortige Hilfe gebeten wurde, schreibt der Internetdienst.

Am Montagabend hatte in London eigentlich Jacksons Comback- Konzertserie beginnen sollen. Für die 50 Auftritte waren rund eine Million Eintrittskarten verkauft worden.

Nach Michael Jacksons Vater hatte am Wochenende auch seine Schwester La Toya den Verdacht geäußert, dass der Popstar wegen seines Vermögens ermordet wurde. "Wir glauben, dass nicht nur eine Person in den Mord verwickelt war. Es war eine Verschwörung, um an Michaels Geld zu kommen", sagte die 53-Jährige in einem Interview der britischen Sonntagszeitung "News of the World". Ihr Bruder sei tot mehr wert gewesen als lebend. Derweil zeichnet sich im Streit um das Sorgerecht für die drei Kinder des Popstars eine Lösung ab, berichtete der "Sunday Mirror".

Demnach soll Jacksons Mutter Katherine die Enkel großziehen. Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, die Mutter der beiden älteren Kinder, würde das Recht haben, Prince (12) und Paris (11) regelmäßig zu sehen. Kernpunkt der Einigung ist dem Bericht nach, dass Jacksons Vater Joe keinen Kontakt zu den Enkelkindern haben soll. Der 80- Jährige habe die beiden Frauen aufgebracht, als er meinte, nun auch bei seinen Enkeln Showtalent zu sehen, hieß es. Joe Jackson zog schon seine eigenen Kinder mit strenger Hand auf und wird oft für das unglückliche Leben von Michael Jackson verantwortlich gemacht.

La Toya, die dem berühmtesten der neun Jackson-Geschwister eigenen Angaben zufolge am nächsten stand, ist ebenso wie der Rest der Familie überzeugt, dass ihrem "kleinen Bruder" absichtlich eine Medikamentenüberdosis verabreicht wurde. "Michael war mehr als eine Milliarde wegen seiner Musikrechte wert, und irgendjemand hat ihn dafür umgebracht. Er war tot mehr wert als lebend", sagte sie in dem vierstündigen Interview.

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