Kunstauktion
Marc-Gemälde für 4,4 Millionen versteigert

Meisterwerke der Malerei sind trotz der Krise immer noch weltweit gefragt: Für das Gemälde "Springende Pferde" des deutschen Malers Franz Marc hat ein Sammler umgerechnet 4,4 Millionen Euro gezahlt. Die Bieter blieben aber bei der Versteigerung im Auktionshaus Christie's am Dienstagabend in London unter dem maximalen Schätzwert von 4,6 Millionen Euro.

HB LONDON. Franz Marc (1880-1916) zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts; er hat die Künstlervereinigung "Blaue Reiter" mitbegründet. Die drei springenden Pferde, in Öl auf Leinwand, entstanden im Herbst 1910 und sind eines der letzten impressionistischen Bilder Marcs. Es erzielte den höchsten Auktionspreis für ein deutsches Gemälde.

Das bisher höchste Gebot - 7,4 Mio. Euro - gab ein Sammler für Claude Monets "Au Parc Monceau" ab. Pablo Picassos Werk aus der Serie "Homme à l'épée" ("Mann am Degen") erzielte umgerechnet 6,8 Mio. Euro. Unter den deutschen Werken schaffte es auch Emil Nolde (1867-1956) mit "Mohn" über die Millionengrenze. Daneben wurden Bilder von Paul Klee, Max Ernst und August Macke versteigert. Die Auktion mit 97 Kunstwerken soll am Mittwoch fortgesetzt werden.

Das Auktionshaus Sotheby's will am Abend ebenfalls eine Versteigerung mit Impressionisten starten. Dort wird auch ein weiteres Werk aus Picassos Serie "Homme à l'épée" versteigert. Der Schätzpreis liegt bei umgerechnet sieben bis 9,5 Mio. Euro.

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