Kunstfälschungen
Das Auge des Kunsthistorikers

Wer hat das letzte Wort? Der Kunsthistoriker oder der Kunsttechnologe? Beide müssen zusammenarbeiten. Das ist die Lehre aus der Geschichte der Aufklärung des Kölner Kunstfälscherskandals.

BerlinDer Kölner Kunstfälscherskandal hat die Gewissheiten einer Branche ins Wanken gebracht. Dazu gehört auch die tief wurzelnde, aus hergebrachten Konventionen eines Faches erklärbare Überzeugung, das Auge des Kunsthistorikers sei die letzte Instanz bei Authentizitätsprüfungen. Spätestens nach den Erkenntnissen, die sich aus den kriminaltechnischen Untersuchungen des Landeskriminalamts (LKA) Berlin ableiten, bedarf dieses Denken jedoch – zumindest in seinem Ausschließlichkeitsanspruch – einer Revision.

Anlässlich des jüngsten Kunstsachverständigentags lenkte Kriminalhauptkommissar René Allonge den Blick unter anderem auf die zerstörungsfreien Untersuchungsmethoden. Auf die klassische Röntgenbestrahlung, die Beleuchtung mit ultraviolettem Licht und die Infrarotreflektographie griff der Ermittler unter anderem zurück. Die Röntgenuntersuchung kommt zum...

 
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