Kurzrezensionen
Politik und Anstand, Gemeinwohl und Wettbewerb

"Haltung ist Selbstbeherrschung." Auf diese Formel bringt Pflichtmensch Hans-Jochen Vogel sein Verständnis von Anstand und Moral.

Hans-Jochen Vogel: Politik und Anstand - Warum wir ohne Werte nicht leben können. Herder Verlag, Freiburg 2005, 222 Seiten, 19,90 Euro"

Haltung ist Selbstbeherrschung." Auf diese Formel bringt Pflichtmensch Hans-Jochen Vogel sein Verständnis von Anstand und Moral. Und diese Sicht ist typisch für sein aktuelles Buch "Politik und Anstand - Warum wir ohne Werte nicht leben können". Heribert Prantl, Ressortleiter Politik der Süddeutschen Zeitung, hat den altgedienten SPD-Politiker mehr als ein halbes Jahr lang immer wieder in langen Interviews befragt. Herausgekommen ist ein sehr persönlicher Blick auf die Funktionsweise von Politik und Wirtschaft, auf Minister und Manager, denen die Vogelsche Selbstbeherrschung mitunter abhanden gekommen ist. David Selbach

Paul Kirchhof (Hrsg.): Gemeinwohl und Wettbewerb. C.F. Müller Verlag, Heidelberg 2005, 146 Seiten, 29,70 Euro

Wie soll unser Staat auf den globalen Wettbewerb zwischen Unternehmen und Standorten reagieren? Behindert dieser Wettbewerb gemeinnütziges Handeln und die grundlegenden Aufgaben des Staats? Diese Fragen diskutierten Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen auf einem Kolloquium in Heidelberg. Der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhof hat ihre Vorträge nun als Sammelband veröffentlicht. Kirchhof selbst kritisiert darin den verfehlten Wettbewerb zwischen Bundesländern und Kommunen. Schließlich verfolge ein Staat nicht das Ziel der Gewinnmaximierung. Und Ökonom Carl Christian von Weizsäcker fordert eine nüchterne Betrachtungsweise darüber, welchen Beitrag Unternehmen und Staat zum Gemeinwohl beitragen könnten. Christoph Hus

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