Leopold Museum
Häuser mit Substanz

Die Rückgabe von Kunst, die im Nationalsozialismus beschlagnahmt wurde, kostet das Wiener Leopold Museum viel Geld. Deshalb muss es sich von wertvollen Werken trennen.

WienMitte der 50er-Jahre, als der soeben promovierte Mediziner Kunst zu sammeln begann, hatte Rudolf Leopold auch das Restaurieren erlernt. Des obsessiven Hangs zur Perfektion wegen, weil sein Farbgefühl eben ein ausgeprägtes sei und schlechte Retuschen entbehrlich, wie sein Sohn Diethard in der 2003 publizierten Biografie beschrieb. Sieben mal einen Zentimeter misst jenes Segment, das für Egon Schieles Gemälde „Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II)“ unter der UV-Lampe zweifelsfrei Retuschen jüngeren Datums deklariert. So beschreibt es der offizielle Zustandsbericht von Sotheby’s.

Ob Leopold selbst Hand anlegte oder jener Fachmann, der die meisterliche Leinwand neu doublierte ist nicht bekannt. Der originale...

 
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