Literatur
Pinter nimmt Nobelpreis nicht selbst entgegen

Der diesjährige Literatur-Nobelpreisträger Harold Pinter wird die Auszeichnung bei der Verleihung am 10. Dezember in Stockholm nicht persönlich entgegennehmen können. Grund hierfür ist sein schlechter Gesundheitszustand.

HB STOCKHOLM. Dies teilte die Nobelpreisstiftung am Mittwoch in der schwedischen Hauptstadt mit. Der 75-jährige englische Dramatiker leidet an Krebs. Pinters Verleger Stephen Page von Faber & Faber wird bei der Nobelpreisverleihung am 10. Dezember - dem Todestag des Stifters Alfred Nobel - die Auszeichnung und das Preisgeld in Höhe von 1,1 Millionen Euro in seinem Namen annehmen.

Pinter selbst werde an der feierlichen Zeremonie nicht teilnehmen, aber bei einem Kurzbesuch drei Tage vorher am 7. Dezember in Stockholm vor der Schwedischen Akademie seine Nobelpreisrede halten, die im britischen Rundfunk live übertragen werden soll. Es wird erwartet, dass Pinter dabei wie in der Vergangenheit die amerikanische Außenpolitik scharf kritisieren und Menschenrechtsverletzungen anprangern dürfte.

Pinter stammt aus einer jüdischen Familie und wurde am 10. Oktober 1930 in London geboren. Er habe in seinen bisher etwa 30 Dramen „aus der menschlichen Alltagssprache heraus dramatische Situationen geschaffen, die für uns die menschliche Existenz auf eine einzigartige Weise bloßstellen“, hieß es in der Begründung der Entscheidung der Schwedischen Akademie für den britischen Dramatiker am 13. Oktober. Zu Pinters bekanntesten Stücken zählen „Das Zimmer“, „Die Geburtstagsfeier“ und „Der Hausmeister“.

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