Malerei des Informationszeitalters
Dehnbare Zusammenhänge

Neue mediale Welten prägen einen erheblichen Teil der jüngeren Malerei. Das Museum Brandhorst in München hat sich nun an eine Übersichtsausstellung gewagt. Die Schau öffnet viele Schubladen. Doch entlässt sie den Betrachter eher verwirrt als erleuchtet.

MünchenWer die Malerei erneuern will, muss Althergebrachtes in den Container der Geschichte werfen. Martin Kippenbergers Installation „Heavy Burschi“ von 1989/90 ist eine eingängige Metapher, um sich auf die ehrgeizige Ausstellung über die Malerei des Informationszeitalters im Münchener Museum Brandhorst einzustellen. Mit diesem Werk beginnt die Schau. Der stets ironische Kippenberger hatte seinen Assistenten mit der Replik von Bildern beauftragt, sie dann wiederum in Stücke zerhackt und wie Sperrmüll in einen großen Abfallcontainer geworfen. Schluss mit dem Abmalen des ewig gleichen, Schluss mit Zitat und Selbstzitat, könnte man seine Botschaft übersetzen.

Nach dem Abgesang auf den Abstrakten Expressionismus und den...

 
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