Matthias Hartmann hatte auch in hamburg verhandelt
Bochumer Intendant Hartmann wechselt nach Zürich

Matthias Hartmann, Intendant des Bochumer Schauspielhauses, wexhselt an des Schauspielhaus Zürich. Noch am Donnerstag wollte Hartmann nach einer Meldung des "Hamburger Abendblatts" einen Vertrag mit der Schweizer Bühne unterzeichnen. Deren Verwaltungsrat muss am Freitag noch zustimmen. Hartmann hatte auch mit dem Schauspielhaus Hamburg verhandelt.

HB BOCHUM. Weder aus Bochum noch aus Zürich gab es am Donnerstag jedoch eine Bestätigung für den Wechsel in die Schweiz. Mit einer Entscheidung über den neuen Wirkungsort Hartmanns werde am Freitag gerechnet, sagte der Bochumer Kulturdezernent Hans-Georg Küppers. Am Schauspielhaus der Revierstadt hat unterdessen die Diskussion über eine Nachfolge des scheidenden Intendanten eingesetzt.

Das Bochumer Theater und der Kulturdezernent bestätigten der dpa nur, dass Hartmann die Bühne in der Revierstadt nach Ablauf seines Vertrags im Sommer 2005 definitiv verlässt. „Hartmann folgt einem weiteren renommierten Angebot. Wir hätten ihn gerne in Bochum gebunden. Das ist jedoch ein weiterer Schritt in seiner persönlichen Entwicklung“, sagte Küppers. Die Stadt „bedauere und respektiere“ dies.

Das Bochumer Theater sei nicht nur in die Spitzengruppe der Bühnen aufgestiegen, sondern für die Revierstadt, Nordrhein-Westfalen und Deutschland zu einem Markenzeichen geworden, sagte Küppers. Der scheidende Intendant will zu seinem Weggang in den kommenden Tagen eine Stellungnahme veröffentlichen.

Besucherrekord in der vergangenen Spielzeit

Die Entscheidung Hartmanns wurde in Bochum nur wenige Stunden vor einer Sondersitzung des Kulturausschusses bekannt, in der am Donnerstag die Umwandlung des Schauspielhauses in eine Anstalt öffentlichen Rechts befürwortet wurde. Dies hatte Hartmann ursprünglich als Bedingung für sein Bleiben gefordert. Die neue Rechtsform, die der Bühne mehr Flexibilität bringen soll, soll jedoch nun erst mit dem Amtsantritt des Hartmann-Nachfolgers im Jahr 2005 in Kraft treten. In der Beschlussvorlage war zunächst die Rede von einer Umsetzung zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“ gewesen.

Unter Hartmann hatte das Bochumer Schauspielhaus in der vergangenen Spielzeit einen Besucherrekord melden können. Mit 236 500 Zuschauern stieg die Zahl der Theaterbesucher um rund 30 000. Damit habe sich die Zuschauerzahl seit dem Antritt von Hartmann und seinem Ensemble im Jahr 2000 mehr als verdoppelt, hieß es. Erst im vergangenen Jahr hatte das Bochumer Schauspielhaus eine Kritiker- Umfrage als bestes Theater im Ruhrgebiet mit weitem Abstand für sich entscheiden können.

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