MTV Music-Awards
Punk ist nicht tot

Spektakulärer Siegeszug von Green Day bei den MTV Music-Awards: Die Punkrock-Veteranen sahnten mit Abstand die meisten Preise ab. Ihr Video „Boulevard of Broken Dreams“ wurde gleich sieben Mal ausgezeichnet. Viele Preisträger aus dem vergangenen Jahr gingen leer aus.

Die Punkrocker aus Kalifornien spielen seit 1988 zusammen und schafften im September 2004 mit ihrem Album "American Idiot" ein spektakuläres Comeback. Die Singleauskopplung "Boulevard of Broken Dreams" gewann bei der Award-Show die Preise für das Video des Jahres, das beste Rock- und das beste Gruppenvideo. Darüber hinaus gab es Preise für Regie, Bearbeitung und künstlerische Gestaltung. Auch den besonders angesehen Publikumspreis konnte Green Day mit nach Hause nehmen.

Durch den Abend führte der Rapper Sean Combs, der in letzter Zeit vor allem mit seiner Kreativität beim Ausdenken von Künsternamen aufgefallen war. Puff Daddy, Puffy und P. Diddy lauten die bisherigen Stationen, zurzeit begnügt er sich mit "Diddy".

Den "Moon Man" - so heißt der Preis, da er die Gestalt eines silbernen Astronauten hat - für das beste Video eines männlichen Künstlers ging an den Rapper Kayne West. Bei den Frauen gewann Kelly Clarkson, die prominente Gegnerschaft wie Mariah Carey, Shakira und Gwen Stefani ausstechen konnte. Clarkson gewann außerdem den Preis für das beste Pop-Video. Sie ist die Gewinnerin des amerikanischen Pendants zu "Deutschland sucht den Superstar", in den Staaten heißt die Show "American Idol".

Mit "Lose Control" gewann HipHop-Star Missy Elliot zusammen mit Ciara und Fat Man Scoop den Preis für das Best-Dance-Video und das beste HipHop-Video. Gwen Stefani, Sängerin der Band No Doubt, wurde für gleich zwei Songs ihres ersten Soloalbums ausgezeichnet. "Hollaback Girl" und "What are you waiting for?" brachten ihr Preise für kunstvolle Regie und Choreografie.

Als das "bahnbrechende Video" (breakthrough Video) des Jahres zeichneten die Juroren "Feel Good Inc." aus. Das Lied stammt vom Album "Demon Days" der virtuellen HipHop-Gruppe "Gorillaz". Die vom Blur-Sänger Damon Albarn erfundene Gruppe stach Musikgrößen wie Eminem, Jay-Z und Outkast aus. Allein die beiden letzteren hatten 2004 je vier der Awards mit nach Hause genommen.

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