Neuer Chef im Wiener Burgtheater: „Es ist Zeit, politisch zu werden“

Neuer Chef im Wiener Burgtheater
„Es ist Zeit, politisch zu werden“

PremiumMartin Kušej übernimmt ab 2019 den Posten des Burgtheaterchefs in Wien. Vorschusslorbeeren gibt es von vielen Seiten. Der 56-Jährige will für klare Veränderungen stehen – und vor allem politisch werden.

WienMartin Kušej kann sich freuen. Wenn der Intendant des Münchner Residenztheaters 2019 den Chefsessel des Wiener Burgtheaters übernimmt, wird das Haus wirtschaftlich wieder auf einem gesunden Fundament stehen. „Am Ende meiner dritten Spielzeit werden wir nahezu saniert sein“, sagt die deutsche Noch-Chefin Karin Bergmann vor der Auslandspresse in Wien. Die gebürtige Recklinghausenerin übernahm 2014 den Direktorenposten in schwieriger Zeit. Die frühere Vertraute des legendären Burgtheaterchefs Claus Peymann wurde von der rot-schwarzen Bundesregierung geholt, um nach einem Finanzskandal die Kasse wieder in Ordnung zu bringen.

Künstlerisch gab es an der „Burg“, wie die Wiener das Staatstheater respektvoll nennen, aber Licht...

 
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