New York
Hohe Erwartungen an Auktionsreigen

Auktionshäuser haben an die diesjährigen Frühjahrsauktionen hohe Erwartungen. Denn die Nachfrage von Sammlern aus Russland, China, Taiwan und Singapur steigt – und das wirkt sich auch auf die Preise aus.

HB NEW YORK. Auserlesene Kunst wie van Goghs „Arlésienne, Madame Ginoux“ (1890) und Picassos „Dora Maar au chat“ (1941) lenkten das Augenmerk von Sammlern und Händlern diese Woche nach New York. Christie's plante den van Gogh, eines der bekanntesten Porträts der Kunstgeschichte, bei den Frühjahrsauktionen zum Preis von 40 bis 60 Mill. Dollar (32 bis 48 Mill. Euro) zu versteigern – letztendlich erzielte er 40,3 Mill. Dollar (32 Mill. Euro). Der Zuschlag stellt den vierthöchsten Preis dar, den ein van Gogh je bei einer Versteigerung bekommen hat.

Der damals schon psychisch kranke Künstler hatte die Besitzerin des Café de la Gare in Arles nur wenige Monate vor seinem Selbstmord gemalt. In dieser Zeit schnitt sich van Gogh auch einen Teil seines Ohres ab.

Sotheby's ist zuversichtlich, das Gemälde von Picassos Geliebter Dora Maar mit einer schwarzen Katze auf der Schulter für 50 Mill. Dollar umschlagen zu können. Das Bild war gut 40 Jahre nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen.

Die ungebremste Preisspirale lockt

Beide Auktionshäuser knüpften höchste Erwartungen an den Markt, der durch die Nachfrage zahlungskräftiger Sammler in Russland, China, Taiwan und Singapur angekurbelt wird, wie Sotheby's Auktionator Tobias Meyer der Nachrichtenagentur dpa erläuterte. Die zweiwöchigen Versteigerungen von Werken des Impressionismus, der modernen und der zeitgenössischen Kunst haben am Dienstagabend (Ortszeit) begonnen.

Der heiße Markt und die bisher noch ungebremste Preisspirale verlockt derzeit überraschend viele Sammler, sich von ihren Schätzen zu trennen. Zu den Verkäufern gehören auch der deutsche Industriele Gunter Sachs und der Brite Charles Saatchi. Unter Christie's Losen befinden sich auch zwei Picassos aus der blauen Periode des Künstlers, eine von Warhols Suppendosen („Small Torn Campbell Soup Can“), die 10 bis 15 Mill. Dollar einbringen soll, und William de Koonings „Untitled“ zum Schätzwert von 8 bis 12 Mill.

Sotheby's rechnet für einen Akt von Matisse, „Nu couché vu de dos“ (1927), mit 12 bis 15 Millionen Dollar. Von Damien Hirst sind ein durch Formaldehyd konserviertes Lamm und eine Vitrine mit Apothekerfläschchen zu ersteigern. Sein zeitgenössischer Kollege ist bei den New Yorker Auktionen mit einer Skulptur von Staubsaugern in einem großen Plexiglasgehäuse vertreten: „New Hoover Convertibles, Green, Red, Brown“.

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