Premium Online-Kunstdatenbank Lost Art Der Zweck heiligt die Mittel nicht

Mithilfe der Online-Datenbank Lost Art soll Unrecht des Nazistaats wiedergutgemacht werden. Hunderttausende Werke sind dort erfasst. Die Plattform hat großen Einfluss auf den Kunstmarkt. Doch die Qualität ihrer Daten lässt zu wünschen übrig.
Die Deckfarbenzeichnung, erzielte 1,3 Millionen Dollar, obwohl sie noch im Lost-Art-Register verzeichnet ist. Die Eintragung soll den Handel verhindern. Quelle: Sotheby's
Egon Schiele „Sitzende mit angezogenem linken Bein (Torso)“

Die Deckfarbenzeichnung, erzielte 1,3 Millionen Dollar, obwohl sie noch im Lost-Art-Register verzeichnet ist. Die Eintragung soll den Handel verhindern.

(Foto: Sotheby's)

DüsseldorfWenn eines die Botschaft der kürzlich eröffneten beiden Gurlitt-Ausstellungen ist, dann ist es die Moral, die Deutschland in seinen Anstrengungen um eine Wiedergutmachung des Nazi-Unrechts lenkt. Dieser hohe, von Kulturstaatsministerin Monika Grütters verteidigte moralische Anspruch ist prinzipiell nicht angreifbar. Er heiligt indes auch Mittel, die dem Rechtsstaat nicht gut zu Gesicht stehen. So sei daran erinnert, dass es bloße Vermutungen waren, die sowohl zur Beschlagnahme der Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt führten als auch zu ihrer weltweiten Veröffentlichung im Internet, und dass nur der frühe Tod Gurlitts ein juristisches Nachspiel verhinderte.

 

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